Digitalpakt: Experten fordern zusätzliches Geld vom Land Bremen

  • Bremen erhält insgesamt 48 Millionen Euro aus dem Digitalpakt
  • Manchen Experten ist das nicht genug
  • Bremen dürfe sich nicht nur auf Bundeshilfen verlassen
Zu sehen ist eine Schulklasse, die mit Hilfe Tablets unterrichtet werden.

Nach der Einigung auf eine Grundgesetzänderung für den Digitalpakt erwartet das Bundesland Bremen insgesamt 48 Millionen Euro verteilt über fünf Jahre. Nach Angaben des Senats stehen jährlich 9,6 Millionen Euro zur Verfügung, um die Schulen etwa mit schnellem Internet und Hardware auszustatten. Manchen Experten ist das aber nicht genug.

Bremen müsse auf die Bundeshilfen langfristig noch etwas drauflegen, fordert beispielsweise die Linken-Fraktionschefin in der Bürgerschaft, Kristina Vogt. Zwar könnten Bremer Schulen nun endlich Beamer, Whiteboards und Tablets anschaffen. Wichtig sei aber, dass auch die dauerhafte Wartung der Technik mit eingeplant wird. Schon jetzt solle das Land in der Finanzplanung berücksichtigen, dass auch nach dem Ende der Bundesmittel Reparaturen, Neuanschaffungen und Aktualisierungen nötig sind.

Nicht nur Technik wird gefordert, auch Fortbildung

Ähnlich sieht das der CDU-Bildungspolitiker Thomas vom Bruch. Er hofft, dass die digitale Lücke zwischen dem Privatleben von Schülern und der Technik in den Schulen jetzt geschlossen wird. Mit dem Digitalpakt leiste der Bund aber nur einen Teilbeitrag. Die Digitalisierung in den Schulen bleibe aber Aufgabe der Länder.

Skeptisch zeigt sich der Landesvorstandssprecher der Lehrer-Gewerkschaft GEW in Bremen, Christian Gloede. Die in Aussicht gestellten knapp 50 Millionen Euro reichten hinten und vorne nicht. Hardware und Technik seien das Eine. Es müssten aber Lehrer fortgebildet werden, damit gute Technik im Unterricht auch gut eingesetzt werde.

Schulen hoffen auf solide Finanzierung durch den Digitalpakt

Drei Erstklässler am Laptop.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 21. Februar 2019, 16 Uhr