Bremer Experten kritisieren Dieselpläne des Bundes

  • Bund einigt sich auf Diesel-Konzept
  • ADAC Bremen: Verbraucher werden gezwungen, Neuwagen zu kaufen
  • Verbraucherzentrale vermisst Klarheit
Stickoxid Auspuff Dampf
ADAC und Verbraucherzentrale kritisieren die Diesel-Einigung des Bundes. (Symbolbild) Bild: imago | Jörg Schüler

ADAC und Verbraucherzentrale in Bremen haben die Diesel-Pläne der Bundesregierung als Symbolpolitik kritisiert. Ein Sprecher des ADAC sagte, die einzig sinnvolle Lösung sei die flächendeckende und kostenfreie Nachrüstung der Dieselautos. Diese gebe es aber nicht. Stattdessen würden die Verbraucher nun offenbar gezwungen, sich Neuwagen anzuschaffen. Die Bremer Verbraucherzentrale vermisst klare Aussagen darüber, ob die Hersteller wirklich die Umrüstungskosten für Euro-4 und Euro-5-Dieselautos übernehmen.

Einigung der Bundesregierung

Die Bundesregierung will gesetzlich festlegen, dass Diesel der Schadstoffklassen Euro 4 und Euro 5 in Fahrverbotszonen einfahren dürfen, wenn sie weniger als 270 Milligramm Stickoxid pro Kilometer ausstoßen. Zum Vergleich: Bislang stoßen Euro 4-Diesel laut Umweltbundesamt im Schnitt 670 Milligramm aus, Euro 5-Diesel rund 900 Milligramm. 

Besitzer älterer und schmutzigerer Diesel-Autos sollen zwischen zwei Möglichkeiten wählen können. Entweder sie tauschen ihren alten Diesel gegen ein neueres, saubereres Auto. Als Kaufanreiz bekommen sie dafür eine Prämie. Oder sie lassen ihren Diesel mit einem so genannten SCR-System nachrüsten, das den Ausstoß von Stickoxid unter einen Wert von 270 mg reduziert.

Weitere Informationen auf tagesschau.de

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 2. Oktober 2018, 15 Uhr