Tierhalter fordern Abschusserlaubnis problematischer Wölfe

  • Weidetier-Halter demonstrieren bei Umweltminister-Konferen in Bremen
  • Sie wollen problematische Wölfe abschießen dürfen
  • Umweltminister sehen Bund am Zug

Ein Wolf streift durch einen Wald.
Bild: Imago | Eibner

Begleitet von Demonstrationen ist am Donnerstag die dreitägige Konferenz der Umweltminister in Bremen weiter gegangen. Vor dem Versammlungsort hatten sich beim Park-Hotel Bremen am Mittag mehrere Dutzend Weidetierhalter versammelt. Sie wollen, dass zumindest problematische Wölfe geschossen werden dürfen.

Mit ein paar kapitalen Weideschafen an der Leine begrüßten die Demonstranten Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grünen) und schilderten ihm die Probleme, die die Ausbreitung des Wolfes für sie bedeuten: Angriffe auf Schafe, Rinder und Ziegen. Dazu kämen teure Schutzmaßnahmen wie Wolfszäune oder Herdenhunde sowie Verdienstausfälle durch getötete Tiere. Die Schäfer und Weidetierhalter fordern ein grundlegendes Wolfsmanagement.

Bis November soll es konkrete Pläne geben

Die Umweltminister beschäftigen sich aber nur am Rande des Treffens mit diesem Thema. Aus ihrer Sicht ist der Bund am Zug: Der soll bis November konkrete Pläne vorlegen, wann ein Wolf als auffällig gilt und unter welchen Umständen er geschossen werden darf. Die Länder fordern auch, dass der Bund Entschädigungszahlungen an Viehhalter übernimmt.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 7. Juni 2018, 16 Uhr