Reiserückkehrer-Tests: Warum Bremen es anders macht als Niedersachsen

  • Urlauber können in Niedersachsen online ihr Corona-Testergebnis einsehen
  • So sollen Pannen wie in Bayern verhindert werden
  • Bremen richtet so ein System nicht ein – hat aber auch keine Sorge vor Pannen
Reiserückkehrer am Bremer Flughafen.
In Bremen können sich Urlauber am Flughafen und in der Corona-Ambulanz an der Messe auf das Coronavirus testen lassen – online einen Termin festlegen geht hier aber nicht. Bild: Radio Bremen

In Niedersachsen können sich Reiserückkehrer jetzt online anmelden, um einen Termin beim regionalen Corona-Testzentrum zu buchen. Auch ihr Testergebnis sollen sie dann mithilfe eines Zugangscodes abrufen können. Das Online-Portal wird in Niedersachsen von der Kassenärztlichen Vereinigung betrieben und soll helfen, Pannen wie in Bayern zu vermeiden.

In Bremen ist so ein Online-Terminportal nicht notwendig, erklärt Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts. "Bei uns werden Reiserückkehrer entweder direkt im Sicherheitsbereich des Flughafens getestet oder aber in der Corona-Ambulanz an der Messe", sagt Fuhrmann. Beide Orte werden jedoch nicht von der Kassenärztlichen Vereinigung Bremens betrieben, sondern vom Gesundheitsamt. Und das Gesundheitsamt hat entschieden, an beiden Orten nicht mit Zeitfenstern und Terminvergaben zu arbeiten. Das sei nicht sinnvoll, da die Rückkehrer in der Reihenfolge getestet werden würden, in der sie erscheinen.

Panne wie in Bayern in Bremen kaum möglich

"Sowohl in der Ambulanz an der Messe als auch am Flughafen arbeiten wir bereits mit einem digitalen System. Soweit ich es verstanden habe, war bei der Panne in Bayern vor allem das Problem, dass es Unmengen an Papier gab und es Probleme bei der Zuordnung gab. Das kann hier in Bremen eigentlich nicht passieren", sagt Fuhrmann. Das liege vor allem daran, dass Bremen recht gut eingrenzen könne, wo Reiserückkehrer im Bundesland ankommen. "Wir haben zum Beispiel keine Autobahnraststätte. Dementsprechend haben wir auch nicht die Problematik, dass es dort keine gute digitale Infrastruktur gibt und die digitalen Systeme nicht funktionieren", so Fuhrmann. Zwar komme auch Bremen nicht ganz ohne Zettel aus, vor einer Panne wie in Bayern sei das Land aber recht sicher.

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 14. August 2020, 7 Uhr