Neue Corona-Maßnahmen ab Montag: Diese 10 Regeln müssen Bremer kennen

Um Corona aufzuhalten, haben die Regierungschefs drastische Maßnahmen beschlossen. Gaststätten bleiben bis Ende November dicht. Der Bremer Weihnachtsmarkt findet nicht statt.

Video vom 31. Oktober 2020
Eine Friseur wäscht einer Kundin die Haare. Beide tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung.
Bild: Radio Bremen

1 Schulen, Kindergärten und Pflegeeinrichtungen

Schulen und Kindergärten sollen, anders als beim Lockdown im Frühjahr, möglichst geöffnet bleiben. Auch sollen die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen weiterhin Besuch empfangen dürfen. Das haben sowohl Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Presseerklärungen am Mittwoch bekräftigt.

Von diesen Ausnahmen abgesehen gilt laut Bovenschulte, dass die Menschen generell weniger mit anderen Menschen zusammenkommen.

Das A und O sind weniger soziale Kontakte.

Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister

2 Private Treffen und Feiern

Außerhalb der eigenen Wohnung dürfen sich Menschen aus zwei Haushalten weiterhin treffen, allerdings maximal zehn gleichzeitig. Die Gesundheitsbehörde spricht dabei von "Zusammenkünften". Gleichzeitig sind "private Feierlichkeiten mit maximal zehn Personen erlaubt, das gilt sowohl in öffentlichen oder angemieteten sowie privaten Räumlichkeiten", teilte das Gesundheitsressort mit. Die Beschränkung auf zwei Haushalte wird dabei dringend empfohlen, heißt es in der 19. Fassung der Corona-Verordnung.

3 Kneipen und Gaststätten

Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs und Diskotheken werden oder bleiben geschlossen. Ausgenommen sind Speisen zum Mitnehmen. Auch der Betrieb von Kantinen läuft weiter.

4 Übernachtungen

Inländische touristische Übernachtungsangebote sind bis Ende November verboten. Bund und Länder haben beschlossen, dass Hotels und Pensionen nur noch Angebote für notwendige Zwecke machen dürfen, etwa für wichtige Dienstreisen.

5 Dienstleistungsbetriebe

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetik-, Massage- oder Tattoo-Studios werden geschlossen. Denn in diesen Betrieben sei körperliche Nähe unabdingbar, so die Regierungschefs. Medizinisch notwendige Behandlungen etwa zur Fußpflege oder medizinisch notwendige Massagen bleiben dagegen weiterhin erlaubt. Friseursalons bleiben ebenfalls geöffnet.

6 Unterhaltungsveranstaltungen

Kulturelle, sportliche oder sonstige Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen sind von der kommenden Woche an untersagt. Das gilt, wie alle nun beschlossenen Corona-Schutzmaßnahmen, zunächst bis Ende November und betrifft etwa Messen, Kinos, Freizeitparks, Theater, Opern oder Konzerthäuser. Profisportveranstaltungen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Auch Bordelle werden geschlossen. Darüber hinaus hat Andreas Bovenschulte erklärt, dass der Bremer Weihnachtsmarkt dieses Jahr nicht stattfinden wird.

7 Sonstige Veranstaltungen

In Abgrenzung zu Veranstaltungen, "die der Unterhaltung dienen", dürfen laut Gesundheitsressort "andere Veranstaltungen mit maximal 100 Personen stattfinden". Vorausgesetzt der Mindestabstand von 1,5 Metern wird eingehalten, es gibt ein Hygiene-Konzept und die Kontaktverfolgung ist gewährleistet. Beispiele, um welche Veranstaltungen es sich dabei genau handelt, teilte die Behörde nicht mit.

8 Freizeitsport

Der Freizeit- und Amateursportbetrieb wird ab Montag weitgehend verboten sein, so Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Auch Fitnessstudios, Schwimmbäder, Saunen und Thermen werden geschlossen. Erlaubt bleibt die Ausübung von Individualsportarten mit maximal zwei Personen oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts. Ein Einzel im Tennis wäre damit kein Problem, ein Doppel dürfe man nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt spielen. Für Kader-Athleten und Spitzensportler soll es Ausnahmegenehmigungen geben.

9 Geschäfte

Die Geschäfte bleiben unter Auflagen geöffnet. Allerdings sei nur noch maximal ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche erlaubt, so Bovenschulte.

10 Hilfsprogramm für betroffene Unternehmen

Ein milliardenschweres Hilfsprogramm soll betroffenen Unternehmen helfen, Umsatzausfälle durch die Einschränkungen im November abzufedern. Wie Angela Merkel sagte, sollen Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern und Solo-Selbstständige 75 Prozent des Umsatzausfalls ersetzt bekommen. Für größere Firmen würden die Prozentsätze nach europäischen Vorgaben zum Beihilferecht bestimmt. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) sollen in dieser Woche die Details ausarbeiten. Für diese Finanzhilfe sind bundesweit insgesamt bis zu zehn Milliarden Euro vorgesehen.

Bovenschulte zu Corona-Maßnahmen: "Es ist kein vollständiger Lockdown"

Video vom 28. Oktober 2020
Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Interview bei buten un binnen.
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Alexander Schnackenburg Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 28. Oktober, 19.30 Uhr