Ärger über Bürgerschaftswahl: Blinde Sängerin May vor Bremer Gericht

  • Corinna May hatte Probleme sich an der Bürgerschaftswahl 2019 zu beteiligen
  • Die Sängerin rügt, blinde Menschen könnten nicht uneingeschränkt wählen
  • May wurde 2002 als Teilnehmerin des Eurovision Song Contest bekannt
Video vom 3. Mai 2020
Die blinde Sängerin Corinna May mit Nase-Mund-Schutz im Supermarkt.
Bild: Radio Bremen

Die blinde Sängerin Corinna May will mit einer Beschwerde vor dem Bremer Staatsgerichtshof bessere Bedingungen für blinde Menschen bei Wahlen erreichen. Die 49-Jährige war beim Auftakt der Verhandlung am Donnerstag dabei. Dem Gericht zufolge rügt die Sängerin, blinden Menschen sei nicht möglich, uneingeschränkt zu wählen. "Als Beispiele nennt sie die Gestaltung der Wahlbenachrichtigung, die Ausstattung der Wahllokale sowie die fehlenden Kenntnisse der Wahlhelfer im Umgang mit blinden oder sehbehinderten Menschen", teilte das Gericht vorab mit.

May trat 2002 mit dem Lied "I Can't Live Without Music" für Deutschland beim Eurovision Song Contest an. Nach Problemen, sich an der Bürgerschaftswahl 2019 in Bremen zu beteiligen, hatte May Einspruch beim Wahlprüfungsgericht eingelegt. Der Einspruch wurde zurückgewiesen, nun kämpft May vor dem Staatsgerichtshof. Über ihre Beschwerde wird das Gericht am 13. August entscheiden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 2. Juli 2020, 8 Uhr