Beitragsfreie Kitas für Bremen nicht finanzierbar

  • Senatorin sieht keine Finanzierungsmöglichkeit für Bremen
  • CDU will Abwanderung nach Niedersachsen verhindern
  • Bisher zahlen Eltern bis zu 430 Euro für Kindergartenplatz
Kinder laufen in der Kita Surheide durch verschieden befüllte Wannen
Die CDU hofft, dass eine Beitragsfreiheit in Bremen dazu beiträgt, dass nicht noch mehr Eltern ins Umland abwandern.

Die Bremer Senatorin für Kinder, Claudia Bogedan (SPD), sieht derzeit keinen Möglichkeit, Plätze in den Kindertagesstätten des Bundeslandes für alle kostenlos bereitzustellen. Die CDU hatte dies gefordert, da in Niedersachsen geplant ist, den Besuch des ersten und zweiten Kindergartenjahres beitragsfrei anzubieten. Für Bremen sei dies derzeit aber nicht finanzierbar, so Bogedan.

Wir haben hier aus einer sozialpolitischen Haltung heraus zunächst gesagt, unser erster Schritt besteht darin, dass wir bestimmte Einkommensgruppen gebührenfrei stellen, weil die Steuerungswirkung, die wir hier in Bremen erzielen wollen, darauf zielt, dass wir möglichst allen Kindern eine frühe Teilhabe ermöglichen wollen, und da soll Geld eben keine Schranke sein.

Claudia Bogedan (SPD), Bremer Senatorin für Kinder und Bildung
Mehrere Kinder und eine Erzieherin in einer Kindertagesstätte

Der CDU-Vorstoß kam von Carsten Meyer-Heder, dem designierten Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl 2019. In Bremen zahlen Eltern für die Betreuung ihrer Kinder zurzeit bis zu 430 Euro im Monat.

Die CDU will das ändern und die Beiträge ab August abschaffen. Meyer-Heder will so verhindern, dass Bremen den Anschluss an Niedersachsen verliert. Dort führt die Landesregierung die Beitragsfreiheit für die ersten zwei Kindergartenjahre zum 1. August dieses Jahres ein.

Weitere Informationen

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 14. Februar 2018, 6 Uhr.