Senat schiebt neue Tarifstruktur bei Bussen und Bahnen an

  • Beschluss folgt auf Preiserhöhungen des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen VBN
  • Tarifstruktur soll künftig sozialer gestaltet werden, heißt es
  • Nachtlinienzuschlag fällt weg, Preis für Stadtticket bleibt stabil
Eine Straßenbahn an der Haltestelle Domsheide in Bremen spiegelt sich in einer Pfütze.
Einzelfahrten mit der Straßenbahn werden künftig teurer.

Am Montag hat der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen VBN die Erhöhung der Ticketpreise bekannt gegeben – am Dienstagmittag hat der Bremer Senat nun erste Beschlüsse zum öffentlichen Nahverkehr gefasst. Die Tarifstruktur soll so sozialer gestaltet werden, heißt es.

Unter anderem fällt der Nachtlinienzuschlag für alle Linien der Bremer Straßenbahn AG Anfang des kommenden Jahres weg. Davon profitieren vor allem junge Leute, die oft nachts unterwegs sind, heißt es aus dem Senat. Bisher wurde für alle Nachtlinien ein Zuschlag von einem Euro fällig – zusätzlich zum normalen Ticketpreis.

Koalition will künftig preiswertere Tickets

Außerdem hat der Senat beschlossen, den Preis für das Stadtticket der BSAG stabil zu halten. Das Stadtticket ist eine ermäßigte Monatskarte für Menschen, die Sozialleistungen beziehen. Um beides zu finanzieren, stellt der Senat 1,4 Millionen Euro bereit. Der Bremer Linken-Fraktionschef Nelson Janßen sagte dazu, dass es der Regierung nicht gelungen sei, in die laufenden Tarifanpassungen des VBN einzugreifen und die Preise durchweg stabil zu halten. SPD, Grüne und Linke seien sich aber einig, dass Tickets künftig preiswerter sein müssen.

Auch die Bremer CDU fordert ein besseres Nahverkehrsangebot. Wenn man immer nur die Preise erhöht und nicht die Qualität verbessert, werde die Verkehrswende nicht gelingen, kritisiert ihr verkehrspolitischer Sprecher, Heiko Strohmann. Der Verkehrsverbund hatte gestern angekündigt, dass Bus-und Bahntickets zum Jahreswechsel im Schnitt 1,6 Prozent teurer werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 12. November 2019, 16 Uhr