Vorgezogenes Bund-Länder-Treffen: Bremen positioniert sich noch nicht

  • Ministerpräsidentenkonferenz auf nächsten Dienstag vorgezogen
  • Regierungssprecher Seibert: "Es geht darum, noch mehr zu tun"
  • Bremen äußert sich nicht, um Beratungen vorab nicht zu belasten
Bürgermeister Andreas Bovenschulte auf einer Pressekonferenz zu den Corona-Maßnahmen am 6. Mai 2020
Für Bürgermeister Bovenschulte geht es bereits am nächsten Dienstag in erneute Verhandlungen mit seinen Kollegen aus den restlichen Bundesländern. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Der Termin für die nächsten Corona-Beratungen steht fest: Bund und Länder wollen bereits am nächsten Dienstag erneut zusammenkommen. Angesichts hoher Zahlen gehe es darum, "noch mehr" zu tun, sagte Regierungssprecher Seibert. Was den Inhalt der anstehenden Besprechungen angeht, hält sich Bremen diesmal bedeckt: Zu möglichen Lockdown-Verschärfungen oder einer potentiellen Homeoffice-Pflicht "werden wir uns vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz nicht äußern, weil wir die Beratungen vorab nicht belasten wollen", sagte der Senatssprecher Christian Dohle auf Anfrage von buten un binnen.

Ursprünglich war Montag, 25. Januar, für das nächste Treffen der Minister vorgesehen. Das Kanzleramt hatte jedoch auf frühere Beratungen gedrängt. "Die Zahl der Neuinfektionen ist weiter viel zu hoch", so Regierungssprecher Steffen Seibert. Mit Hilfe der aktuellen Maßnahmen sei es zwar geschafft worden, "die Zahlen auf einem gewissen Plateau zu halten", sagte Seibert. Nach wie vor sei Deutschland aber weit von dem Ziel entfernt, den sogenannten Inzidenzwert wieder unter 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen zu senken. Man brauche weitere Kontaktreduzierung, wo immer möglich. Gleiches gelte für eine verstärkte Arbeit von zu Hause. "Es ist dringend erforderlich angesichts der Lage", so Seibert.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. Januar 2021, 19:30 Uhr