Bremer Senat beschließt Verkehrs-Konzept für die Überseestadt

  • Bis 2030 will der Senat dafür knapp 50 Millionen Euro ausgeben
  • Zunächst sollen neue Rad- und Fußwege gebaut werden
  • Busse und Lkw sollen umgeleitet werden
Mehrere Autos und LKWs reihen sich hintereinander zu einem Stau.

Der Bremer Senat hat das Verkehrs-Konzept für die Überseestadt beschlossen. Bis zum Jahr 2030 will Bremen dafür knapp 50 Millionen ausgeben. In einem ersten Schritt werden zunächst neue Rad- und Fußwege gebaut. Außerdem sollen Verkehrsknotenpunkte entlastet werden, in dem Busse und LKW umgeleitet werden.

Bei der Opposition und Experten stößt das Konzept auf Kritik. "Ohne die komplette Stadtautobahn A218 ist das Konzept Flickschusterei", kritisiert der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Heiko Strohmann. Ähnlich sieht das der ADAC in Bremen. Die A 281 müsse endlich fertig werden.

Carsten-Wilm Müller, Professor für Verkehrswesen an der Hochschule Bremen, hält die ersten Schritte zwar für eine Verkehrs-Entlastung, aber erst wenn die Stadtautobahn fertig sei, wäre sie wirklich spürbar.

Im Moment würden nur die Radfahrer gewinnen, sagte der CDU-Politiker Strohmann, der ÖPNV fiele hinten runter. Er wünsche sich eine Buslinie, die durch die gesamte Überseestadt fährt. Ähnlich sieht das Verkehrsexperte Carsten-Wilm Müller. Er hält aber eine Straßenbahn für sinnvoller.

Grundsätzlich bemängeln alle, dass Behörden und Politik viel zu spät auf die überlastete Verkehrssituation in der Überseestadt reagiert haben.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 30. Oktober 2018, 16 Uhr