Nach G20-Krawallen: Polizei durchsucht Wohnung in Bremen

  • Polizei durchsucht Wohnungen in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein
  • Hintergrund: Krawalle beim G20-Gipfel in Hamburg vor zwei Jahren
  • Ermittlungen richten sich gegen elf Männer
Mehrere Polizisten laufen nebeneinander. (Symbolbild)
In Bremen hat die Polizei eine Wohnung durchsucht. (Symbolbild) Bild: DPA | Klaus-Dietmar Gabbert

Fast zwei Jahre nach den Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg hat die Polizei erneut Wohnungen von Verdächtigen durchsucht. Nach Polizeiangaben gab es am Dienstag eine Durchsuchung in Bremen, neun weitere Razzien in Hamburg sowie je eine in Schleswig-Holstein.

Diese richteten sich gegen elf Männer im Alter zwischen 21 und 38 Jahren und dienten der Suche nach Beweisen. Den Beschuldigten werden Delikte wie schwerer Landfriedensbruch sowie Widerstand gegen oder tätliche Angriffe auf Polizisten zur Last gelegt. Festnahmen gab es nicht, zwei Männer wurden für erkennungsdienstliche Maßnahmen vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Während des G20-Gipfels im Juli 2017 hatte es in Hamburg tagelang schwere Ausschreitungen gegeben. Seitdem sucht die Hamburger Polizei mit erheblichem technischem Aufwand nach Tätern. Zur Identifizierung werden unter anderem großen Mengen von Fotos und Videos ausgewertet, die während des Geschehens entstanden. Die Zahl der eingeleiteten Ermittlungsverfahren geht in die Tausende.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 21. Mai 2019, 23:30 Uhr