Immer weniger Flüchtlinge kommen nach Bremen

  • Rund 1800 Menschen beantragten 2018 in Bremen Asyl
  • 2016 kamen fünfmal so viele neu nach Bremen
  • Viele Flüchtlinge verlassen Bremen auch wieder
Ein dunkelhäutiger Mann geht an einer Wand vorbei, auf dem für eine App namens "Ankommen in Deutschland" geworben wird
Die Zahl der neu ankommenden Asylbewerber in Bremen sinkt weiter. Bild: DPA | Michael Reichel

Die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge ist im Land Bremen weiter rückläufig. Nur rund 1800 Menschen sind im vergangenen Jahr als Asylsuchende neu nach Bremen gekommen – 2016 waren es fünfmal so viele. Doch es kommen nicht nur Flüchtlinge dazu, viele verlassen Bremen auch wieder, sagt Rose Gerdts-Schiffler, Sprecherin von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), zu buten un binnen. Den höchsten Stand der Zuwanderung gab es nach Angaben der Bremer Sozialbehörde im Jahr 2015 mit mehr als 10.000 Asylbewerbern und weiteren 2.500 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

Zum Teil sind das sogenannte Dublin-Fälle, die Personen werden dann nach Spanien, nach Griechenland oder auch in die Türkei abgeschoben, aber es geht auch nach Marokko oder nach Albanien beispielsweise.

Rose Gerdts-Schiffler, Sprecherin des Innensenators

Neben knapp 100 Abschiebungen im vergangenen Jahr in Bremen, sind rund 1000 Menschen freiwillig ausgereist. Hierbei handele es sich laut Gerdts-Schiffler um Personen, deren Asylverfahren negativ beschieden worden sind. Man versuche, Abschiebungen zu vermeiden und der freiwilligen Ausreise den Vorzug zu geben. "Das sind immer dramatische Situationen", sagt Gerdts-Schiffler. Diese könnten vermieden werden, indem man vorher die Betroffenen informiere, dass es besser wäre, "wenn sie geordnet gehen".

Weltweit ist die Zahl der Menschen, die aktuell auf der Flucht sind, auf 70 Millionen gestiegen, berichtete das Hilfswerk der Vereinten Nationen in seinem jährlichen Bericht anlässlich des Weltflüchtlingstags am heutigen Donnerstag.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 20. Juni 2019, 6 Uhr