Gesundheitssenatorin weckt Hoffnung auf Weihnachtsmärkte in Bremen

  • Claudia Bernhard zu Weihnachtsmärkten: "Es wird sie vermutlich geben"
  • Entscheidend sei der Umgang mit Alkohol und Mindestabständen
  • Ob es Weihnachtsmärkte in Bremen geben kann, wird der Senat entscheiden
Beleuchteter Weihnachtsmarkt am Abend, von oben betrachtet
Sollte es einen Weihnachtsmarkt in diesem jahr geben, wird er vermutlich ein wenig anders aussehen als üblich (Archivbild). Bild: Radio Bremen | Martin von Minden

Schon in drei Monaten ist Weihnachten. In normalen Zeiten strömen viele tausend Menschen in den Wochen vor den Feiertagen zu den Weihnachtmärkten in der Bremer Innenstadt. Ob und wie das in Zeiten der Corona-Pandemie möglich ist, steht noch in den Sternen. Doch zumindest in der Grundsatzfrage hat Bremens Gesundheitssenatorin nun Hoffnungen geweckt. So wurde Claudia Bernhard (Linke) im Interview mit buten un binnen die Frage gestellt, ob es in Bremen denn Weihnachtsmärkte geben werde.

Ja, es wird sie vermutlich geben.

Claudia Bernhard (Linke), Gesundheitssenatorin

Das sei im Senat aber noch nicht abschließend geklärt, so die Senatorin. Es gehe vor allem um die Frage, in welcher Form die Märkte stattfinden können und wie man mit Alkohol und Mindestabständen umgehen soll.

In Niedersachsen haben sich Politik und Verbände bereits auf Grundsätze für innerstädtische Weihnachtsmärkte geeinigt. Es bestehe ein breiter Grundkonsens darüber, dass die Märkte stattfinden können, solange es auch aufgrund der Infektionszahlen verantwortbar ist, sagte eine Sprecher des Städtetages in Hannover. Konsens bestehe auch darin, dass eine Umzäunung des Weihnachtsmarktes nicht generell verpflichtend vorgeschrieben werden soll. Der Alkoholkonsum soll spätestens ab 22 Uhr eingeschränkt werden, hieß es weiter. Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann begrüßte die Regelungen.

Ich freue mich, dass es einen Konsens mit allen Beteiligten gibt und Weihnachtsmärkte – wenn auch unter anderen Bedingungen als sonst – möglich sein werden.

Carola Reimann (SPD), Sozialministerin Niedersachsen

Klar sei, dass der Infektionsschutz oberste Priorität habe, damit alle Besucher gesund durch die Vorweihnachtszeit kommen könnten, sagte Reimann. "Hygienekonzepte und Abstandsregelungen müssen eingehalten werden, Veranstaltende wie Besucherinnen und Besucher gleichermaßen verantwortungsbewusst und aufmerksam sein. Darüber hinaus müssen die Infektionszahlen in den nächsten Wochen stabil bleiben."

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 25. September 2020, 23:30 Uhr