Verkehrssenator: Bremer können sich über Baustellen freuen

  • Verkehrssenator Lohse schreibt Meinungsbeitrag auf Grünen-Website
  • Umbauten seien sinnvoll, über die allermeisten könne man sich freuen
  • Bremer Stadtplanung habe riesigen Korrekturbedarf
Bremens Verkehrssenator Joachim Lohse sitzt vor einem Mikrofon.
Bremens Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne) findet, über die meisten Baustellen in Bremen könne man sich freuen. Bild: DPA | Sophia Kembowski

Bremens Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne) hat die vielen Straßen-Baustellen in der Stadt verteidigt. Über die allermeisten von Bremens Baustellen könne man sich freuen, schreibt Lohse in einem Kommentar auf der Website der Bremer Grünen. Es sei albern, über Baustellen zu meckern und sich zugleich über kaputte Straßen zu beschweren, so Bremens Verkehrssenator. Baustellen seien ohnehin immer ein gefühltes Problem. Der Vorwurf, es gebe zu viele davon, werde zuverlässig in jedem Jahr erhoben.

Noch mehr Baustellen in der Bremer Innenstadt

Einige PKW vor einer Baustelle

Umbauten wie die am Herdentor oder der Bürgermeister-Smidt-Brücke seien aber "sinnvoll". Sie dienten der Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer und dem Umweltverbund. Bremen habe einen riesigen Korrekturbedarf, um Verfehlungen der autogerechten Stadtplanung wieder geradezurücken, schreibt Lohse. Seine Partei warne schon lange davor, dass der Verkehr Raubbau am Klima betreibt. Das habe auch der Sommer mit seinen Hitzeschäden am Straßenbelag gezeigt, die der Schwerlastverkehr in Bremen noch potenziert habe.

Kritik an den Straßenbaustellen hatten vor allem Handelskammer und Opposition geübt. Autofahrer würden deshalb die Innenstadt meiden, und dem Bremer Einzelhandel brächen die Umsätze weg.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 5. Oktober 2018, 12 Uhr