Fall Magnitz: Behörden prüfen angebliches Bekennerschreiben

  • Mutmaßliches Bekennerschreiben zur Attacke auf Bremer AfD-Chef taucht auf
  • Ermittler prüfen, ob das Schreiben echt ist
  • Verfasser geben sich als antifaschistische Aktivisten aus
Polizei untersicht den Tatort hinter dem Theater am Goetheplatz
Nach dem Übergriff auf Magnitz sicherte die Polizei Spuren am Tatort und untersucht jetzt auch ein angebliches Bekennerschreiben. Bild: Reuters | Fabian Bimmer

Nach dem Angriff auf den Bremer AfD-Vorsitzenden, Frank Magnitz, prüfen die Behörden ein angebliches Bekennerschreiben. Das Schreiben ist am Mittwochabend auf der Internetplattform "Indymedia" aufgetaucht und mittlerweile wieder gelöscht worden – buten un binnen liegt ein Screenshot vor. Ob das Schreiben echt ist, ist unklar. Auf der Plattform kann jeder Einträge hinterlassen.

Die Bremer Polizei erklärte am Mittag, dass die Sonderkommission "Goetheplatz" die Echtheit des Schreibens prüfe. Als Verfasser des Schreibens gibt sich eine Gruppe mit dem Namen "Antifaschistischer Frühling Bremen" aus. In dem Eintrag auf der Plattform hieß es, dass man den AfD-Politiker Magnitz wegen seiner politischen Haltung angegriffen habe. Aktivisten mit dem Namen "Antifaschistischer Frühling" sind in Bremen laut Polizei bisher nicht aufgetreten.

"Indymedia" wurde 2001 gegründet und versteht sich als Sprachrohr der linken Szene. Laut Selbstbeschreibung will die Plattform eine politische Alternative "zu den Mainstreammedien" bilden. Ende 2017 erschien auf "Indymedia" ein Bekennerschreiben zu einem Brandanschlag in Bremen-Gröpelingen. Das ähnliche Portal "Indymedia Linksunten" wurde 2017 verboten.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 10. Januar 2019, 6 Uhr