Vogt hofft: Bremer Airbus-Werk kommt "mit blauem Auge davon"

  • Airbus will an deutschen Standorten etwa 5.100 Stellen abbauen
  • In Bremen betreibt Airbus das zweitgrößte Werk in Deutschland
  • Laut Wirtschaftssenatorin sei der Bremer Standort nicht existenziell gefährdet
Video vom 1. Juli 2020
Die Fassade des Airbus Zentrums mit dessen Schriftzug darauf.
Bild: Radio Bremen

Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) glaubt, dass das Bremer Werk im Zuge des angekündigten Stellenabbaus bei Airbus glimpflich davon kommen wird. Der Standort sei nicht existenziell gefährdet und bleibe in seiner Vielschichtigkeit erhalten. In Gesprächen mit der Deutschland-Geschäftsführung habe sie in den vergangenen Wochen Signale erhalten, wonach die Zukunft des Werks nicht sicher schien. Trotz aller schlechter Nachrichten sei sie daher nun erstmal erleichtert, so Vogt.

Ich gehe davon aus, dass wir nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen sind.

Kristina Vogt (Linke), Wirtschaftssenatorin

Airbus wird am Donnerstag konkret benennen, wie viele Stellen in den jeweiligen Werken abgebaut werden sollen. Eine finale Bewertung der Umstände könne man daher erst dann vornehmen, so die Wirtschaftssenatorin.

Nach Hamburg-Finkenwerder ist Bremen der größte Standort in Deutschland. 4.500 Menschen arbeiten hier für Airbus und die Tochter Premium Aerotec, rund 2.400 davon im zivilen Flugzeubau, der vom Stellenabbau besonders betroffen sein soll.

Airbus schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus

Die IG Metall hatte zuletzt aber vor Einsparungen auch in anderen Bereichen gewarnt. Dies werde man nicht kampflos hinzunehmen. Der Flugzeugbauer hat betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Man suche aber nach sozialen Lösungen wie freiwilliges Ausscheiden und Vorruhestand. Auch die Politik soll helfen. Airbus regt nämlich "längerfristige Kurzarbeitsregelungen" an.

Stellenabbau bei Airbus: Wie steht es um den Bremer Standort?

Video vom 1. Juli 2020
Vorsitzender des Airbus Gesamtbetriebsrates Jan-Marcus Hinz im Studio von buten un binnen zum Interview.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 1. Juli 2020, 19:30 Uhr