Airbus streicht 2.300 Stellen – mehr als 820 davon in Deutschland

  • Airbus will 2.300 Stellen in der Rüstungs- und Raumfahrtsparte streichen
  • Ob auch das Bremer Werk betroffen ist, ist noch nicht bekannt
  • Laut Airbus Auftragsflaute im Raumfahrtgeschäft verantwortlich
Das Unternehmensschild von Airbus Defence and Space.
Vor allem die Rüstungs- und Weltraumsparte von Airbus könnte vom Stellenabbau betroffen sein. Bild: DPA | Felix Kästle


Airbus hat erste Details des geplanten Stellenabbaus in seiner Rüstungs- und Raumfahrtsparte bekanntgegeben. Demnach will der Konzern 2.300 Stellen bis Ende des kommenden Jahres streichen – davon mehr als 820 in Deutschland. Am Mittwoch hatten in München Verhandlungen mit dem europäischen Betriebsrat begonnen. Airbus begründet die Pläne mit einer Auftragsflaute im Raumfahrtgeschäft. Problematisch seien auch verschobene Rüstungsvorhaben der europäischen Regierungen.

Auswirkungen für die einzelnen Standorte will die Konzernleitung am Donnerstag mit den Arbeitnehmervertretern besprechen. In Bremen arbeiten rund 800 Airbus-Mitarbeiter bei der Herstellung des Militärfliegers A400M. Weitere 700 sind in seiner Raumfahrt-Sparte beschäftigt und fertigen unter anderem Versorgungsmodule für die amerikanische Mond-Mission Orion.

"Airbus Defence and Space" hatte im vergangenen Jahr 881 Millionen Euro vor Steuern verloren.

Rückblick November 2018: Bremer Airbus-Mitarbeiter wehren sich gegen Stellenabbau

Video vom 23. November 2018
Eine große Menge Kartons mit der Aufschrift "Arbeitspakete für den Luft- und Raumfahrtstandort Bremen", aufgestellt von der Gewerkschaft IG Metall vor der Bremer Airbus-Zentrale.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 19. Februar 2020, 20 Uhr