Metall-Tarifstreit im Norden beendet

  • Branche im Bezirk Küste übernimmt Abschluss aus Baden-Württemberg
  • Mehr Geld ab April, dazu eine Einmalzahlung und tarifliches Zusatzgeld
  • Beschäftigte können Arbeitszeit vorübergehend verkürzen
Mehrere Männer arbeiten in einer Fabrik an einem Auto.
Die Beschäftigten in der norddeutschen Metall- und Elektrobranche (hier im Bremer Mercedes-Werk) bekommen einen Tarifvertrag nach dem Vorbild Baden-Württemberg. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Der Tarifstreit in der norddeutschen Metall-und Elektroindustrie ist beendet. Die IG Metall Küste hat am Freitagmorgen mitgeteilt, dass sie sich mit den Arbeitgebern geeinigt hat. Der Tarifabschluss im Pilotbezirk Baden-Württemberg wird demnach übernommen. Die Beschäftigten im Norden bekommen ab April 4,3 Prozent mehr Geld sowie einmalig und pauschal 100 Euro. Ab 2019 erhalten alle Beschäftigten jedes Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatseinkommens sowie einen Festbetrag, der im nächsten Jahr 400 Euro beträgt. Außerdem haben die Arbeitnehmer einen Anspruch darauf, ihre Vollzeitstelle auf bis zu 28 Wochenstunden zu verkürzen, und zwar für maximal zwei Jahre.

In den vergangenen Wochen hatte die IG Metall Streiks überall in Deutschland organisiert, um ihre Forderung vor allem nach flexiblerer Arbeitszeit durchzusetzen. In Bremen wurden unter anderem auch die Werke von Mercedes und Airbus bestreikt.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 9. Februar 2018, 8 Uhr