Trotz Genting-Insolvenz soll Bremerhavener Lloyd-Werft verkauft werden

Auf einer Flagge steht "Genting Hong Kong".
Bild: DPA | Stefan Sauer
  • Insolvenz des Mutterkonzerns soll Verkauf nicht behindern
  • Insolvenzverwalter: Können Aufträge annehmen
  • Mehrere Kauf-Interessenten für Bremerhavener Werft

Die Pleite des Kreuzfahrtbetreibers und Eigentümers der MV Werften, Genting Hong Kong, hat offenbar keine Auswirkung auf den geplanten Verkauf der Bremerhavener Lloyd-Werft. Die am Mittwoch beantragte Abwicklung des asiatischen Mutterkonzerns blockiert die Pläne nicht, teilte der zuständige Insolvenzverwalter mit.

"Wir wollen den Werft-Betrieb fortsetzen. Dazu steht das Gelände der Lloyd-Werft nach wie vor in vollem Umfang zur Verfügung", sagte Insolvenzverwalter Per Hendrik Heerma. Auch kann die Werft nach seinen Angaben während des laufenden Insolvenzverfahrens Aufträge annehmen und abarbeiten.

Wir wollen eine langfristige Standortsicherung erreichen. Das Gelände ist als Werft ausgewiesen und die Lloyd Werft ist leistungsfähig.

Christoph Morgen, vorläufiger Insolvenzverwalter der MV Werften Holdings Limited

Aus Sicht des Bremer Wirtschaftsressorts bestehen gute Chancen, dass ein Investor gefunden wird, der die Werft weiter betreibt. Als mögliche Käufer sind nach wie vor das Bremerhavener Stahlbauunternehmen Rönner und arabische Investoren im Gespräch. Es soll aber weitere Interessenten geben. Die Bremer Lürssen Werft gehört allerdings nicht dazu. Ein Sprecher sagte auf Anfrage von buten un binnen, die Werft habe kein Interesse an einem Erwerb von Anteilen oder am Kauf der Werft.

Wie geht es mit der Lloyd-Werft in Bremerhaven weiter?

Bild: Radio Bremen

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  • Dirk Bliedtner Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 19. Januar 2022, 16 Uhr