In der Corona-Krise heiraten weniger Bremer Paare

  • Im ersten Halbjahr haben weniger Paare in Bremen geheiratet als im Vorjahreszeitraum
  • Statistisches Bundesamt meldet deutlichen Rückgang von 1.276 auf 1.019
  • Steigende Zahlen im Mai und Juni deuten auf viele Nachholtermine hin
Ein Brautpaar, welches Mund-Nasen-Schutzmasken trägt.
Hochzeiten sind in Corona-Zeiten im doppelten Sinne ein besonderer Tag. Bild: Imago | ITAR-TASS

Im ersten Halbjahr haben deutlich weniger Paare in Bremen geheiratet als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Zahlen des Statistisches Bundesamtes in Wiesbaden ging die Anzahl der Eheschließungen in Bremen in den Monaten Januar bis Juni von 1.276 auf 1.019 zurück.

Auch bundesweit heirateten deutlich weniger Paare. In den ersten sechs Monaten wurden bundesweit 139.900 Ehen geschlossen, 29.200 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Geschlossene Standesämter ein Grund

Die Statistiker gehen davon aus, dass viele Paare ihre Hochzeit aufgrund der Corona-Pandemie verschoben haben. Denn Mitte März waren viele Standesämter vorübergehend geschlossen, andere schränkten ihre Dienste ein. Für Veranstaltungen gab es zudem strenge Auflagen. Erkenntnisse über die genauen Auswirkungen der Pandemie lassen sich nach Angaben der Experten allerdings erst langfristig gewinnen.

Steigende Zahlen vom Mai und Juni deuteten daraufhin, dass viele Standesamt-Termine lediglich verschoben und nicht abgesagt wurden. Der Stand der Vorjahre war aber bis Juni noch nicht erreicht.

Rückblick auf bessere Zeiten: Hochbetrieb am 20.02.2020 im Standesamt

Video vom 20. Februar 2020
Ein Mann und eine Frau in festlicher Kleidung küssen sich
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 22. September 2020, 23:30 Uhr