Überforderter Büchsenmacher hortete Waffen in Ritterhude

  • Büchsenmacher kam offenbar seinen Aufträgen nicht mehr hinterher
  • Kunden hatten den Verdacht, dass der 44-Jährige Waffen unterschlagen habe
  • Polizei fand auf seinem Grundstück 1.000 Waffen und mehrere 10.000 Schuss Munition
Eine große Menge Waffen auf einem Tisch. (Archivbild)
Pistolen und Gewehre gehörten zum Arsenal (Symbolbild). Bild: DPA | Jochen Tack / Imagebroker

Der 44-Jährige aus Ritterhude, auf dessen Grundstück die Polizei ein ganzes Waffenarsenal gefunden hat, ist kein Terrorist oder Waffenhändler. Wie die Staatsanwaltschaft Kiel mitteilte, handelt es sich bei dem Mann um einen überforderten Büchsenmacher, der seinen Aufträgen nicht mehr hinterhergekommen ist.

Der Mann sei erst vor kurzem aus Schleswig-Holstein nach Ritterhude gezogen und reparierte hauptberuflich Waffen. Weil das viel zu lange dauerte, zeigten ihn schließlich einige seiner Kunden an – sie hatten den Verdacht, dass der Mann Waffen unterschlagen habe. Diese Anzeigen führten zur Durchsuchung seines Grundstücks.

Mehrere Waffen liegen in Kisten, die von der Polizei beschlagnahmt wurden.
Diese Waffen fand die Polizei auf dem Grundstück des Mannes. Bild: Polizeiinspektion Verden / Osterholz

"Der Mann war sichtlich mit der Vielzahl der Reparatur-Aufträge überfordert", sagte ein Oberstaatsanwalt. Deshalb sei jetzt wohl lediglich zu prüfen, wem welche Waffe gehöre. Laut Polizei kann das mehrere Wochen dauern.

Am Mittwoch hatte die Polizei auf dem Grundstück des Mannes ein riesiges Waffenarsenal mit etwa 1.000 Waffen und mehreren 10.000 Schuss Munition entdeckt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 22. Februar 2019, 11 Uhr