Streit um Burger: Wilde Schlägerei in Bremer Schnellrestaurant

  • Kunden beschweren sich über Qualität eines Burgers
  • Stuhl, Besen, Fäuste und Desinfektionsflasche als Waffen eingesetzt
  • Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung
Hamburger und Pommes bei McDonalds
Erst nicht eingepackt, dann zu kalt, später nicht hübsch genug: Ein Streit um Fastfood ist in Obervieland eskaliert. (Symbolbild) Bild: Imago | Rüdiger Wölk

Der Streit um die Qualität eines Burgers ist in einem Schnellrestaurant in Bremen-Obervieland in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eskaliert. "Es flogen Fäuste, eine Desinfektionsflasche und Besenstiele", schreibt die Polizei. Sie ermittelt wegen gegenseitiger gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.

Der Mitteilung zufolge hatten zwei 17 und 18-jährige Bremer am Autoschalter des Restaurants ihren nächtlichen Imbiss geordert und später festgestellt, dass die Bestellung nicht vollständig war. Nachdem der Fehler behoben worden sei, hätten sich die jungen Männer darüber beklagt, dass die erste Bestellung inzwischen kalt geworden sei. Die daraufhin nachgereichten heißen Burger stellten die Kunden aber auch nicht zufrieden. Ein Fleischbrötchen habe ausgesehen, als stamme es aus dem Abfall, monierten sie.

Sie verließen das Auto und eilten der Polizei zufolge zornig ins Restaurant. Da der 18-Jährige keine Maske getragen habe und auch nicht willig gewesen sei, das Restaurant zu verlassen, sei es zunächst zu gegenseitigen Beleidigungen von Personal und Kunden gekommen. "Kurz danach wurde Stufe zwei gezündet und die Hungrigen lieferten sich mit zwei 26 und 30 Jahre alten Mitarbeitern ein Gefecht ums Essen", heißt es in der Polizei-Mitteilung. Dabei seien ein Stuhl, ein Besen, Fäuste und eine Desinfektionsflasche eingesetzt worden. Die Beteiligten zogen sich Schmerzen, Beulen und Kratzer zu, verzichteten laut Polizei aber allesamt auf eine medizinische Versorgung.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 16. Juli 2020, 23:30 Uhr