Nichts geht mehr – Kilometerlange Staus rund um Bremen

  • Kilometerlange Staus zum langen Wochenende erwartet
  • ADAC rechnet mit starken Verzögerungen auf der A1
  • Grund sind Baustellen und der Brückentag
Radio Bremen Reporterin Katja Runge auf einer Brücke über einer Autobahn, auf der es staut.

Ein langes Wochenende steht dank des Feiertags Christi Himmelfahrt bevor. Viele nutzen die Gelegenheit für Ausflüge und Kurzurlaub und das bedeutet auf vielen Straßen: "rien ne va plus" – nichts geht mehr. Besonders am Mittwochabend und Sonntagnachmittag soll die Staugefahr am größten sein, so der ADAC. Als besonders kritisch gilt die Autobahn 1, auch rund um Bremen.

Seit Montag strapaziert vor allem die A1 die Geduld der Reisenden rund um Bremen. Der Grund für die verstopften Fahrbahnen ist die Verlängerung der Baustelle von Stuhr/Brinkum bis nach Uphusen. Dort werden die Fahrbahnen saniert.

Brückenarbeiten starten am Freitag

Zusätzlich starten zwischen dem Bremer Kreuz und der Anschlussstelle Uphusen/Bremen-Mahndorf dringend notwendige Brückenarbeiten über der Bahnstrecke. Die Bauarbeiten werden ab Freitag um 9 Uhr vorbereitet. Dafür wird zunächst in beiden Fahrtrichtungen jeweils der linke Fahrstreifen gesperrt. Die vorbereitenden Arbeiten werden voraussichtlich bis zum 27. Mai andauern.

Dann beginnen die eigentlichen Bauarbeiten an der Brücke, und die Fahrstreifen werden wechselweise gesperrt. Je zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung bleiben erhalten. In der ersten Phase wird in Richtung Osnabrück gesperrt, in der zweiten in Richtung Hamburg. "Aus meiner Erfahrung heraus ist es in Fahrtrichtung Hamburg immer noch ein bisschen schlimmer mit dem Stau. Schließlich fahren immer mehr Leute gleichzeitig in Richtung Urlaub als wiederkommen", sagt Jörg Kempers, Mitarbeiter der Verkehrsmanagementzentrale. Er warnt die Autofahrer schon jetzt, dass die Bauarbeiten an der Brücke zur Geduldsprobe werden.

Staukarte
Baustellen rund um Bremen sorgen für Staus am langen Wochenende. Bild: ADFC/ bing maps

"Auf lange Staus müssen sich die Autofahrer einstellen", sagt Kempers und rät deutlich mehr Zeit einzuplanen. Und falls möglich, die A1 komplett zu meiden. Wenn man vom Norden in Richtung Ruhrgebiet oder umgekehrt möchte, sollte man die große Umleitung von Hamburg aus über die A7 in Richtung Hannover nehmen. Bei Hannover solle man dann auf die A2 in Richutng Dortmund und anders herum, wenn man aus dem Ruhrgebiet startet. "Die Stecke ist dann vielleicht 50 Kilometer länger, aber das Zeitersparnis ist enorm", sagt Kempers.

Vollsperrung Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück Richtung Bremen

Hinzu kommt, dass von Donnerstagabend bis Sonntagvormittag die A1 im Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt wird. Ab Samstag, 12. Mai, 6 Uhr, kann der Verkehr in Richtung Dortmund die A1 wieder durchgehend befahren. In der Fahrtrichtung Bremen bleibt die Sperrung jedoch bis Sonntag, 13. Mai, 12 Uhr, bestehen. Umleitungen werden eingerichtet.

Dieses Thema im Programm: Buten un Binnen, 9. Mai 2018, 19:30 Uhr