Gute Geschäfte mit Containerfracht helfen Reedern durch Corona-Krise

  • Deutsche Reeder: Kommen "unbeschadet" durch Pandemie
  • Containerschifffahrt profitiert von Nachfrage nach asiatischen Waren
  • 25 Reeder haben Sitz in Bremen und Bremerhaven
Ein Mann löst am Bremerhavener Containerterminal die Taue eines Schiffes, das ablegt.
Die Geschäfte in der Containerschifffahrt profitieren sogar von der Corona-Krise. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Die deutschen Reeder kommen nach eigenen Worten bisher überwiegend "unbeschadet" durch die Corona-Krise. Vor allem die guten Geschäfte mit der Containerfracht helfen der Branche insgesamt, teilte der Verband Deutscher Reeder (VDR) am Dienstag bei einer virtuellen Pressekonferenz in Hamburg mit. Seit Beginn der Corona-Pandemie sei die Nachfrage nach Konsumgütern sprunghaft gestiegen, von denen viele aus Asien nach Europa geliefert werden. Davon profitiere die Containerschifffahrt, die ihre Preise – die "Frachtraten" – im Laufe der Pandemie vervier- bis verfünffacht hat.

VDR-Präsident Alfred Hartmann spricht von einer überraschenden Wende nach schwierigen Jahren. Seinen Worten nach blickt die deutsche Seeschifffahrt mittlerweile wieder optimistisch in die Zukunft. Problematisch bliebe die Lage aber bis auf weiteres beispielsweise beim Transport von Erdöl und bei den Kreuzfahrtschiffen. Deutschland bleibt nach Angaben des Verbands die weltweit fünftgrößte Schifffahrtsnation – mit gut 2.000 Schiffen. 260 davon werden von Bremen und Bremerhaven aus gesteuert, hier haben derzeit noch 25 Reeder ihren Sitz.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 23. Februar 2021, 16 Uhr