Frauen in Lebensgefahr gebracht: Urteil gegen Pflegehelfer erwartet

  • Mann soll zwei älteren Frauen ohne medizinischen Grund Insulin gespritzt haben
  • Anschließend soll er den Retter gespielt haben
  • Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre Haft
Angeklagter im Landgericht Bremen dreht sich zu seinen Anwälten
Die Verteidigung des Angeklagten plädiert auf Freispruch.

Im Prozess gegen einen Pflegehelfer wegen gefährlicher Körperverletzung will das Bremer Landgericht am Donnerstagmittag sein Urteil verkünden. Der angeklagte 40-Jährige soll zwei älteren Frauen in einem Bremer Pflegeheim gefährliche Dosen Insulin gespritzt haben, um anschließend den Helfer zu spielen und Anerkennung zu bekommen. Eine 75-jährige Frau soll dadurch mehrere Tage lang in Lebensgefahr geschwebt haben.

Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre Gefängnis sowie ein anschließendes lebenslanges Berufsverbot als Alten- und Krankenpfleger. Die Verteidiger des Mannes plädieren auf Freispruch. Der mutmaßliche Täter hat zwar ein Geständnis abgelegt, laut Verteidigung sei dieses jedoch rechtswidrig gewesen. Unter anderem, weil damals kein Anwalt dabei war. Ohne das Geständnis gebe es keine ausreichenden Beweise, um den Mann schuldig zu sprechen, sagen die Verteidiger.

Lebensgefährliche Spritzen: Prozess gegen Bremer Pflegehelfer beginnt

Video vom 29. Oktober 2019
Ein Pflegehelfer spritzt einen Patienten.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 20. Februar 2020, 19:30 Uhr