Orkan vorbei: Zugverkehr im Nordwesten weitgehend normal

  • Regionale Züge sind nach Orkan weitgehend im Takt
  • Fernverkehr benötigte länger
  • Feuerwehr hatte in Bremen wenig zu tun
Ein Zuggast blickt am Bremer Hauptbahnhof auf die Anzeigetafel.
Noch am Abend sorgte der Orkan bei Bahnreisenden für Probleme.

Nach den Orkanböen durch Sturmtief Friederike hat sich die Wetterlage wieder beruhigt. In der Region fahren meisten Regionalzüge wieder planmäßig, auch der Fernverkehr lief wieder an.

Dort kam es allerdings am Freitagvormittag noch zu ausgefallenen Zügen und langen Verspätungen. Die Einsatzkräfte in Bremen und den angrenzenden Landkreisen hatten mit den Folgen von Friederike relativ wenig zu tun. Es gab nur kleinere Einsätze, zum Beispiel wegen umgestürzter Bäume. "Wir sind einigermaßen verschont geblieben", sagte ein Sprecher der Polizei Verden.

In Bremen und umzu waren Fuß- und Radwege sowie Seitenstraßen am frühen Morgen allerdings zum Teil recht glatt. Besonders im Bereich Wilhelmshaven war es spiegelglatt, dort konnten deshalb sogar Streufahrzeuge nicht fahren. Auf der A27 südlich von Bremerhaven und auch in Westerstede, Friesoythe und Oldenburg kam es zu mehr als einem Dutzend Unfällen. Es blieb aber bei Blechschäden, verletzt wurde niemand.

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Die Deutsche Bahn hatte den Fernverkehr am Donnerstagnachmittag gänzlich eingestellt. Es war das erste Mal seit elf Jahren, dass das geschah. Zudem war es in vielen Bundesländern zu Störungen im Regionalverkehr gekommen.

Der schwerste Orkan seit mehr als zehn Jahren in Deutschland hat mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. Vielerorts wurde zeitweise Windgeschwindigkeiten über 200 Kilometer pro Stunde gemessen.

Sturm Friederike

Zuggäste stehen in der Halle des Bremer Hauptbahnhofs und informieren sich

Am Donnerstag waren wegen des Sturms zahlreiche Passagiere am Bremer Hauptbahnhof gestrandet. Fahrgäste berichteten, dass sie nicht richtig informiert würden, ob ihr Zug fahre oder nicht. Mal seien Züge gestrichen, dann solle doch einer fahren.

Polizei und Feuerwehr mussten in Bremen nur selten ausrücken: Die Feuerwehr räumte vier umgeknickte Bäume von den Straßen. Sonst war es ruhig – verletzt wurde in Bremen niemand.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 19. Januar 2018, 6 Uhr