Leichenfund in Gröpelingen: Opfer wurde zerstückelt

Ein Leichenfund hat in Bremen in der vergangenen Woche Fragen aufgeworfen. Jetzt ist klar, warum die Polizei nicht sofort wusste, wen sie dort gefunden hatte.

Zu sehen ist der Tatort in Gröpelingen mit einem Absperrungsband.

Ein Leichenfund hat in Bremen in der vergangenen Woche Fragen aufgeworfen. In der ersten Pressemitteilung nach dem Fund in Bremen-Gröpelingen sprach die Polizei nur von der "Leiche eines Menschen", ohne weitere Angaben zur Identität zu machen. Am Freitag bestätigte die Staatsanwaltschaft Bremen dann, dass es sich bei der Leiche um einen 50-jährigen Mann handele. Und jetzt ist klar, warum die Identifizierung so schwierig war: Der 50-Jährige wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft zerstückelt. Dem 50-Jährigen war laut Frank Passade, Sprecher der Staatsanwaltschaft Bremen, in den Kopf geschossen worden, sodass er nicht sofort identifiziert werden konnte.

Bevor überhaupt klar war, um wen es sich bei dem Toten handelt, verhaftete die Polizei bereits einen Tatverdächtigen. Denn in der Wohnung des 50-Jährigen hielt sich ein 65-jähriger Mann aus der Nachbarschaft auf. Er versuchte zu fliehen, als die Polizisten die Wohnung betraten. Der 65-Jährige sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Er sagte laut Passade gegenüber der Polizei aus. Die Tat hat er aber nicht gestanden, so die Staatsanwaltschaft.

Alarmiert worden war die Polizei durch die Tochter des 50-Jährigen. Sie hatte ihren Vater längere Zeit nicht erreicht und sich Sorgen gemacht. Wie lange die Tochter ihren Vater vermisste, bevor sie die Einsatzkräfte informierte, konnte Passade nicht sagen. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. Oktober 2019, 19:30 Uhr