Freimarkt knackt 4-Millionen-Marke – Zahl der Straftaten steigt

  • Schausteller: Vier Millionen Menschen besuchten den Freimarkt
  • Polizei registrierte mehr Straftaten
  • Veranstalter und Polizei loben gute Zusammenarbeit
Polizisten laufen über den Bremer Freimarkt
Die Zahl der Straftaten auf dem Freimarkt stieg im Vergleich zu den Vorjahren leicht an, teilt die Polizei Bremen mit. Bild: Imago | Eckhard Stengel

Obwohl die Zahl der Straftaten auf dem Freimarkt in diesem Jahr leicht stieg, ist die Polizei zufrieden: Das Sicherheitskonzept habe gegriffen, teilte sie mit. Grund hierfür sei die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei, Veranstalter, Schaustellern, Sicherheitsdienst und Rettungsdienst. Dies habe dazu geführt, dass mehr Straftaten festgestellt werden konnten.

Der Vorsitzende des Bremer Schaustellverbandes, Rudolf Robrahn, sagte, dass die Marke von vier Millionen Besuchern in diesem Jahr geknackt worden sei. Besonders das letzte Freimarktswochenende sei sehr stark gewesen. Auch am Reformationstag kamen ihm zufolge viele Menschen.

Größere Schlägereien oder massive Verletzungen, wie Tritte gegen den Kopf, gab es laut Polizei in diesem Jahr nicht. Jedoch kam es am zweiten Freimarktswochenende zu mehreren Fällen von sexueller Belästigung. Alle Täter konnten schnell gefasst werden, die Ermittlungen dauern nach wie vor an.

Am vergangenen Freitag geriet zudem eine Gruppe von etwa 100 Menschen in den Fokus der Einsatzkräfte. Sie suchten Streit mit anderen Freimarktsbesuchern und beleidigten sie — nicht folgenlos: Es kam zu mehreren kleineren Auseinandersetzungen.

Für großen Ärger sorgte der Verkehr rund um den Freimarkt. Letztlich ahndete die Polizei mehr als 2.300 Verkehrsverstöße. 50 Autos mussten abgeschleppt werden. Besonders am ersten Wochenende seien die Autos teilweise kreuz und quer abgestellt worden. Wichtige Rettungswege seien dadurch blockiert worden.

Die Polizei nutzte in diesem Jahr auf dem Freimarkt auch Bodycams — die Kameras sollen mögliche Straftäter abschrecken. Sie kamen acht Mal zum Einsatz.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 4. November 2018, 12 Uhr