Nach Großbrand in Lürssen-Werft: "Ermittlungen sind kompliziert"

  • Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch immer
  • Was das für die Arbeitsfähigkeit der Werft bedeutet, ist unklar
  • Gewerkschaft hofft, dass die Werft keine Arbeitsplätze abbaut
Rauch steigt in den Nachthimmel über der Lürssen-Werf in Bremen auf.
Mitte September ist in der Lürssen-Werft ein Großbrand ausgebrochen. Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam

Fast zwei Monate nach dem Großbrand in der Bremer Lürssen-Werft dauern die Ermittlungen zur Brandursache nach wie vor an. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade, sagte auf Nachfrage von buten un binnen: "Das ist sehr kompliziert." Die Ermittlungen würden in jedem Fall noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Was das genau bedeutet, konnte er nicht sagen. Nach wie vor sei unklar, wo der Brand ausbrach und warum.

Der Sprecher der Lürssen-Werft, Oliver Grün, bestätigte auf Nachfrage lediglich, dass die Ermittlungsarbeiten und "einzelne Aufräumarbeiten" unverändert andauern. Was das für die Arbeitsfähigkeit der Werft bedeutet, ist unklar.

Der zuständige Gewerkschaftssekretär von IG Metall, Michael Gerdes, zeigte sich vorsichtig optimistisch. "Bisher haben wir von Lürssen keine Hiobsbotschaften bekommen, dass man über den Abbau von Arbeitsplätzen nachdenkt." Das sei schon mal ein positives Zeichen. Im Übrigen sei das Krisenmanagement der Werft bei dem Brand gut gewesen. Lürssen beschäftigt allein in Bremen rund 1.200 Mitarbeiter – an allen Standorten zusammen arbeiten etwa 2.700 Menschen für Lürssen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 6. November 2018, 23:30 Uhr