270 Demonstranten fordern nach tödlichen Schüssen in Bremen Aufklärung

  • Rund 270 Menschen ziehen vom Ostertor bis zur Innenbehörde
  • "Bündnis für Mohamed" hatte zur Demo aufgerufen
  • 54-Jähriger war bei Polizeieinsatz erschossen worden
Demonstranten halten ein Transparent mit der Aufschrift "#justiceformohamed".
Bereits im Juli wurde bei einer Demo gegen Polizeigewalt an die tödlichen Schüsse in Gröpelingen erinnert. Bild: Radio Bremen | Sebastian Heidelberger

In Bremen haben rund 270 Menschen Aufklärung zu den tödlichen Polizeischüsse in Gröpelingen gefordert. Das "Bündnis für Mohammed" zog vom Ostertor zum Sitz der Innenbehörde an der Contrescarpe und hielt dort eine Kundgebung ab.

Mitte Juni hatten Bremer Polizisten den mit einem Messer bewaffneten Mohamed I. durch Schüsse tödlich verletzt. Der 54-Jährige war psychisch krank, was auch aktenkundig war. Die Polizei wollte den 54-Jährigen laut Staatsanwaltschaft vom sozialpsychiatrischen Dienst untersuchen lassen. Als er sich weigerte, eskalierte die Situation. Die Innenbehörde prüft das Vorgehen der Beamten.

Tödlicher Polizeieinsatz in Gröpelingen: Wer war das Opfer?

Video vom 3. Juli 2020
Mehrere rote Grabkerzen stehen und liegen am Rand einer Straße. Im Hintergrund ein grüner Busch.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 15. August 2020, 17 Uhr