Bremer Bauern haben Glück – und kommen gut durch den Sommer

  • Landwirtschaftsverband zufrieden mit der Bremer Ernte
  • Regen fiel nicht oft, aber zur richtigen Zeit
  • Für die Zukunft muss über neue Pflanzenarten nachgedacht werden
Ein Mähdrescher auf einem Feld.
Nach dem schlechten Jahr 2018 fiel die Ernte dieses Jahr wieder besser aus.

Der Bremer Landwirtschaftsverband ist zufrieden mit der diesjährigen Ernte. Das sagte der Geschäftsführer Christian Kluge am Freitag im Interview mit Bremen Zwei. Grund für die guten Erträge sei gewesen, dass die wenigen Regenfälle meist zum richtigen Zeitpunkt kamen. "Von daher haben wir in der Grasernte und in der Heuernte quantitativ und qualitativ gute Erträge eingebracht – auch beim Getreide sind wir sehr zufrieden", so Kluge. In Niedersachsen gebe es Regionen, die die Trockenheit gut weggesteckt hätten, während andere in Bezug auf die Ernte sehr gelitten hätten.

Für die Ernte sei in erster Linie nicht die Hitze relevant, sondern der Zeitpunkt und die Menge des Regens. "Da sind wir in Bremen im Vergleich zum letzten Jahr ein bisschen besser weggekommen", sagt Kluge. 2018 brach der Ertrag in Bremen wegen des heißen und trockenen Sommers ein, es wurde 26 Prozent weniger Getreide und 36 Prozent weniger Raps geerntet.

Auch der Sommer in diesem Jahr war insgesamt sehr trocken. Im Juli war Bremen nach Sachsen-Anhalt das zweittrockenste Bundesland. "Wir waren auch überrascht, dass Bremen jetzt zu den trockeneren Gebieten gehört. Wir waren immer davon ausgegangen, dass wir über Wasser nie reden müssen, wenn wir die nördlichen Regionen angucken", sagt Kluge. Damit müsse man jetzt anfangen und eventuell über alternative, trockenheitsresistente Pflanzenarten nachdenken. Diese wären laut Kluge jedoch nicht die richtige Wahl, wenn sich feuchte Sommer – wie zuletzt 2017 – zwischen die trockenen Jahre mischen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 23. August 2019, 6:40 Uhr