Explosion in Bremen-Huchting: Polizei geht von Unfall aus

  • Ermittler haben bisher keine Hinweise auf eine vorsätzliche Tat
  • Kaisen-Haus im Ortsteil Grolland ist komplett zerstört worden
  • Eine Frau wurde schwer verletzt ins Krankenhaus geflogen
Ruine eines abgebrannten Hauses, aus dem Rauch steigt

Die Polizei geht bisher davon aus, dass die Explosion am Montag in Bremen-Huchting ein Unfall war. Das sagten die Ermittler auf Nachfrage von buten un binnen. Ein sogenanntes Kaisen-Haus war im Ortsteil Grolland in die Luft geflogen. Eine 65 Jahre Frau erlitt durch den anschließenden Brand starke Verbrennungen und wurde mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

Direkte Parzellen-Nachbarn wurden am Montag von dem Knall aufgeschreckt und informierten die Feuerwehr: "Wir hörten einen Knall und sahen die erste Rauchwolke. Dann hörten wir einen Schrei. Da haben wir gesehen, dass die Frau in Flammen gestanden hat", sagte Matthias Husung. "Da stehst du hilflos da und kannst natürlich nichts machen. Hinterher wirkt das erst", ergänzte Albert Bauer. "Der andere Nachbar war ja Gott sei Dank schnell mit seiner Gießkanne zur Stelle und hat die ersten Flammen gelöscht. Die restlichen konnte man mit der Bekleidung ausschlagen."

Der Einsatzort war für die Feuerwehr leicht zu finden, "weil ein großer Rauchpilz am Himmel stand", sagte Michael Richartz von der Feuerwehr Bremen. "Das Problem war, dass die Löschwasserversorgung schwierig war, und wir wirklich über lange Strecken Schläuche rollen mussten." Rund 30 Feuerwehrleute waren vor Ort. Der Schaden wird auf 25.000 Euro geschätzt. Die genaue Ermittlung der Brandursache liegt jetzt bei der Polizei.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 16. September 2019, 19:30 Uhr