Mäurer ordnet hartes Vorgehen gegen Gelage am Bremer Hauptbahnhof an

Bild: Polizei Bremen

Der Innensenator droht Alkohol- und Drogenabhängigen mit Platzverweisen und Verwarnungsgeldern. Polizei und Ordnungsamt sollen an den Haltestellen strenger kontrollieren.

Am Bremer Hauptbahnhof will Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) härter gegen Alkohol- und Drogenabhängige vorgehen. Das geht aus einem Schreiben des Senators an Polizei und Ordnungsamt hervor, das buten un binnen vorliegt.

Die Situation am Bremer Hauptbahnhof ist unbefriedigend – da ist sich die Koalition eigentlich einig. Jetzt hat sich der Innensenator an Polizei und Ordnungsamt gewandt und zu mehr Kontrollen aufgefordert: Wer sich an den Haltestellen "dauerhaft" aufhält und "Alkohol oder Drogen" konsumiert, soll angesprochen und wenn nötig des Platzes verwiesen werden. Wer innerhalb einer Woche mehrmals auffällt, kann darüber hinaus mit einem Verwarnungsgeld belegt werden.

Die Gewerkschaft der Polizei, GdP, hat zurückhaltend auf das Schreiben reagiert. Sie erklärte, Zusatzaufgaben könne die Polizei immer nur kurzfristig leisten. Die Personalsituation sei angespannt und die Polizei habe eine Fülle an Aufgaben. Die Gewerkschaft befürchtet, dass sich die Probleme am Hauptbahnhof so nicht lösen lassen – sondern nur verschieben.

Bremer Hauptbahnhofsgegend droht immer krimineller zu werden

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. Januar 2022, 19:30 Uhr