"Ischa Wetter": So sind Sie bestens für den Freimarkt angezogen

Goldener Oktober — bislang machte der Monat seinem Namen ja durchaus alle Ehre. Aber wie sieht es zum Freimarkt aus? Müssen die Bremer dafür Regenschirm und Windjacke rauskramen?

Mit Luftballons und Lebkuchenherz geschmückte Roland-Statue auf dem Marktplatz.
Ischa Freimaak! Aber wie ist man dieses Jahr überhaupt richtig angezogen für den Freimarkt?

Das Wetter 2018 sorgte für reichlich Rekorde — und das sogar noch im Oktober. Denn am 13. Oktober gab es in Bremerhaven die höchste je gemessene Oktober-Temperatur von 26 Grad. Hält sich das Wetter jetzt auch zum Freimarkt so gut?

"Nein, leider nicht. Es wird zusehends herbstlicher", erklärt Stefan Laps, Meteorologe bei der Meteogroup. Zum Beginn des Freimarktes am Freitag geht es mit 14 Grad los — zum Höhenfeuerwerk sollte also schon eine Jacke angezogen werden, den Regenschirm kann man aber wohl noch zu Hause lassen. Am Sonntag steigen die Temperaturen noch einmal auf 17 Grad.

"Aber dann ist ein langsamer und stetiger Abwärtstrend bei den Temperaturen zu erkennen. Wir bewegen uns in Bremen nächste Woche und zum November hin tagsüber meist zwischen 8 und 13 Grad", erklärt Laps. Dazu könne es zeitweise auch stürmisch werden, besonders am Dienstag und Mittwoch — und der Wind bringe Tiefausläufer von der Nordsee mit. "Dann gibt es auch immer mal wieder dichte Wolken und Regenfälle", sagt Laps.

Sturm bereitete Schaustellern oft Probleme

Das Wetter in diesem Jahr wird voraussichtlich nicht sehr von den vergangenen abweichen. In den letzten zehn Jahren war es zum Bremer Freimarkt meistens der Jahreszeit entsprechend kühl und wechselhaft. Besonders der Sturm machte den Schaustellern und Besuchern oftmals das Leben schwer, denn teilweise gab es schwere Sturmböen — so auch am 29. Oktober 2017. Da fegte der Wind mit bis zu 93 Kilometern pro Stunde über die Bürgerweide.

Bereits am Samstag, 28. Oktober 2017, musste der Freimarkt vorzeitig am Abend geschlossen werden, am Sonntag wurde er zur Sicherheit der Bürger erst später geöffnet. Noch heftiger stürmte es jedoch am 28. Oktober 2013 — in Bremen wurden Sturmböen von bis zu 101 Kilometern pro Stunde gemessen.

Sommer-Comeback gab es 2014 zum Freimarkt

Aber auch über besonders schönes Wetter durften sich die Freimarktbesucher in der Vergangenheit schon freuen. So feierte der Sommer 2014 zum Freimarkt ein Comeback, und am 19. Oktober wurde es damals mit 24 Grad noch einmal richtig warm. Und sogar im November stiegen die Hartgesottenen noch mit T-Shirt ins Riesenrad: Am 1. November 2014 wurden in Bremen noch 20 Grad gemessen.

Übrigens: 1890 wurde erstmals das Wetter in Bremen aufgezeichnet. Damals bestand der Freimarkt schon seit rund 860 Jahren. "Die Temperaturen lagen 1890 zwischen 6 und 13 Grad", so Laps. "Es gab einzelne milde und einzelne kühle Tage — und nass war es vor allem am 25. Oktober 1890." Wobei die 18 Liter, die damals pro Quadratmeter auf den Bremer Boden prasselten, gar nicht so viel waren. Zum Vergleich: Der Deutsche Wetterdienst stuft 50 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden noch als Dauerregen und nicht als Starkregen ein. Der beginnt erst bei 25 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde.

Wie ist man auf dem Freimarkt also richtig angezogen?

Mit etwas Glück, und wenn die Wetterprognosen sich so halten, müssen Regenschirm und Gummistiefel nicht allzu oft zum Einsatz kommen. Was aber auf jeden Fall nicht schaden kann, ist eine Jacke, die den Wind abhält — und die sind ja meistens auch ein wenig wasserfest. Das ist nicht nur für den eventuellen Regen gut, sondern auch für die Wildwasserbahn. Denn zumindest für die Mutigeren sollte es mit 17 Grad am Sonntag dafür ja noch nicht zu kalt sein.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 18. Oktober 2018, 23:30 Uhr