Zahl der Organspender sinkt in Bremen

  • Deutsche Stiftung Organtransplantation: Weniger Spender in Bremen
  • In Niedersachsen ist die Zahl der Spender konstant geblieben
  • Bundesweit stieg die Zahl der Organspender
Ärzte nehmen eine Organtransplantation vor.
Fast 10.000 Menschen warteten im Dezember auf ein Organ. (Symbolbild) Bild: DPA | Bernd Wüstneck

In Bremen wurden im vergangenen Jahr weniger Organe gespendet. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation gab es vier Organspender. 2017 waren es noch sieben gewesen. Den Spendern wurden 15 Organe entnommen, 11 weniger als im Vorjahr. Gestiegen ist dagegen die Zahl der Transplantationen, die in Bremen durchgeführt wurden. Sie stieg von 10 auf 25.

In Niedersachsen ist die Zahl der Organspender im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 konstant geblieben. 2018 spendeten landesweit 62 Menschen nach ihrem Tod Organe, im Vorjahr waren es 64 gewesen. Die Zahl der entnommenen Organe stieg von 209 auf 221. Die Zahl der Transplantationen nahm dagegen deutlich zu, nämlich von 347 auf 416. Damit liegt Niedersachsen im Ländervergleich nach Nordrhein-Westfalen und Bayern an dritter Stelle bei den Transplantationen.

Bundesweit wurden insgesamt 3.264 Organe von Verstorbenen in deutschen Kliniken transplantiert, das waren 18 Prozent mehr als 2017. Dennoch stehen in Deutschland noch immer rund 9.400 Patienten auf den Wartelisten (Stand Dezember 2018). Viele Patienten sterben während der Wartezeit auf ein Organ.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. Januar 2019, 11 Uhr