"Unmögliches Angebot": Streik im öffentlichen Dienst in Bremerhaven

  • Beschäftigte aus Kitas, Verwaltung und anderen Bereichen legten Arbeit nieder
  • Streikende fordern höhere Löhne und mehr Wertschätzung
  • Nächste Verhandlungsrunde für Mittwoch geplant
Menschen stehen in einer Reihe an einer Straße und halten Transparente.
Rund 300 Streikende haben in Bremerhaven eine Menschenkette gebildet. Bild: Radio Bremen

In Bremerhaven sind am Mittwoch erneut Beschäftigte des öffentlichen Dienstes für einen Warnstreik auf die Straße gegangen. Dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi folgten rund 300 Streikende, darunter Krankenhausbeschäftigte, Verwaltungs- und Kita-Mitarbeiter, aber auch Beschäftigte von Bremenports oder des Alfred-Wegener-Instituts. In verschiedenen Kitas gab es wegen des Streiks eine Notbetreuung. Die Streikenden bildeten eine Menschenkette, die von der Alten Geestebrücke über die Kennedybrücke bis zur Hochschule reichte.

Die Arbeitgeber haben ein Angebot abgeliefert, das himmelschreiend unmöglich ist.

Mandy Kathe-Heppner, Tarifbotschafterin Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt

Verdi fordert 4,8 Prozent mehr Lohn innerhalb eines Jahres sowie mehr Wertschätzung, gerade in der Corona-Pandemie. Am vergangenen Freitag hatten die Arbeitgeber insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn angeboten, aufgeteilt in drei Stufen mit einer Laufzeit bis Ende August 2023.

"Die Arbeitgeber haben ein Angebot abgeliefert, das himmelschreiend unmöglich ist", sagte die Tarifbotschafterin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Weser-Jade-Nordsee, Mandy Kathe-Heppner. "Sie wollen uns nicht einmal den Inflationsausgleich geben und die ersten sieben Monate ohne jegliche Lohnsteigerung", so die Mitorganisatorin des Streiks. "Das ist nicht hinnehmbar."

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 21. Oktober 2020, 18 Uhr