Sozialarbeiter und Erzieher streiken in Bremer Innenstadt

  • 200 Beschäftigte aus sozialen Berufen demonstrieren in Bremen
  • Gewerkschaft Verdi fordert höhere Löhne
  • Organisatoren beklagen Fachkräftemangel in Bremen
Eine Frau trägt ein Schild mit der Aufschrift "powered by verdi" auf dem Rücken
Verdi fordert für die Beschäftigten im Bereich "soziale Arbeit" mehr Geld. Bild: Imago | Sachelle Babbar

Beschäftigte aus sozialen Berufen haben in der Bremer Innenstadt für höhere Löhne demonstriert. Die Gewerkschaft Verdi hatte zum Warnstreik aufgerufen. Zu der Kundgebung auf dem Rudolf-Hilferding-Platz kamen etwa 200 Teilnehmer.

Gewerkschaftssprecher Ingo Tebje sagte zu buten un binnen, Bremen fehle Fachpersonal in vielen Bereichen. Sozialarbeiter, Erzieher oder etwa Beschäftigte in der Behindertenhilfe könnten mit schlechten Gehältern aber nicht motiviert werden, diese Berufe zu ergreifen. "Wer meint, mit schlechten Löhnen Fachkräfte gewinnen zu können, ist auf dem Holzweg", sagte Tebje.

Verdi fordert für die Beschäftigten im Bereich "soziale Arbeit" mehr Geld: eine Lohnerhöhung um sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Auszubildende und Praktikanten sollen 100 Euro mehr bekommen. Vor der Kundgebung hatte eine Delegation der Streikenden ihre Forderungen an Vertreter der Sozialbehörde übergeben.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 18. Februar 2019, 15 Uhr