Kasse muss Frau aus dem Raum Bremen keine Brustentfernung zahlen

  • Die Frau hatte mehrfach gutartige Knoten in der Brust und deshalb Krebsangst
  • Sie machte Depressionen geltend und wollte auf Kassenkosten operiert werden
  • Das Landessozialgericht lehnt ab und verweist auf eine Psychotherapie
Arzt und OP-Schwestern bei einer Operation in einem Operationssaal (Archivbild).
Die Frau aus dem Raum Bremen machte Depressionen und Angstzustände geltend. Die Richter entschieden allerdings, dass diese mit einer Psychotherapie behandelt werden können. Bild: Imago | Photothek

Eine Frau aus dem Raum Bremen muss eine gewünschte Entfernung ihrer Brustdrüsen samt Rekonstruktion mit Implantaten selbst bezahlen. Die Frau hat Angst vor einer Krebserkrankung und wollte, dass die gesetzliche Krankenkasse die Operationskosten trägt. Dass muss die Kasse aber nicht, hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) in Celle entschieden. Es ließ auch keine Revision zu.

Die Frau hatte wiederholt gutartige Knoten in der Brust, sogenannte Fibroadenome. Außerdem litt sie an Depressionen und Angstzuständen. Die Unsicherheit könne sie auf Dauer nicht ertragen, argumentierte die Klägerin. Sie habe eine ausgeprägte Krebsangst und komme nicht zur Ruhe. Aber eine operative Entfernung der Brust hatte die Kasse abgelehnt – und jetzt vom LSG in Celle Recht bekommen, wie zuvor auch schon vom Sozialgericht Stade. Der psychische Leidensdruck sei nicht entscheidend, weil er nach höchstrichterlicher Rechtsprechung in erster Linie psychotherapeutisch zu behandeln sei und keine Operation rechtfertige, hieß es. Diese komme bei einer bösartigen Erkrankung oder einer genetischen Vorbelastung in Betracht, das hatten die Gutachter aber verneint.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 16. September 2019, 23:30 Uhr