Alleinerziehende bekommen häufiger Unterhaltsvorschüsse

  • Bremen springt ein, wenn der andere Elternteil keinen Unterhalt zahlt
  • Kosten: 8,7 Millionen Euro in den ersten fünf Monaten 2018
  • Doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum
Unterhaltsvorschuss in Würfellettern auf Geldscheinen
Wenn der andere Elternteil nicht zahlt, wird es für viele Alleinerziehende finanziell eng. Bild: DPA | Sascha Steinach

In der Stadt Bremen zahlt der Staat immer häufiger Unterhaltsvorschüsse für Alleinerziehende. Laut Sozialbehörde haben sich die Kosten dafür in diesem Jahr mehr als verdoppelt. 2017 wurden in den ersten fünf Monaten noch 4,2 Millionen Euro Unterhaltsvorschuss gezahlt. In diesem Jahr lag die Zahl mit 8,7 Millionen Euro gut doppelt so hoch. Die Kosten teilen sich der Bund und das Land.

In rund 8.100 Fällen bekommen Alleinerziehende jetzt Zuschüsse, 2017 waren es noch 4.700. Mütter und Väter können einen Antrag stellen, wenn der andere Elternteil keinen Unterhalt zahlt. Vor einem Jahr wurde der Anspruch auf den Vorschuss ausgeweitet: Vorher hatten nur Kinder bis zwölf Jahre ein Anrecht darauf, jetzt gilt der Anspruch bis zum 18. Geburtstag. Nur in rund elf Prozent der Fälle bekommt die Sozialbehörde das Geld von den Unterhaltspflichtigen zurück. Viele Eltern könnten nichts zahlen, weil sie gar kein Einkommen haben.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 17. Juli 2018, 15 Uhr