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Unfallatlas 2018: Das sind Bremens gefährlichste Straßen

Die Brillkreuzung und der Stern sind nach wie vor Unfallschwerpunkte in Bremen. Ob mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß: Das sind die gefährlichsten Ecken im Land.

Viele Menschen gehen an einer Ampel über die Martinistraße am Brill.
Die Brillkreuzung ist ähnlich unfallträchtig wie der Stern.

Das Statistische Bundesamt dokumentiert im Unfallatlas alle Verkehrsunfälle im Land Bremen. Er zeigt an, wann und wo insbesondere Autos, Laster, Radfahrer oder Fußgänger an Unfällen beteiligt waren – soweit Menschen dabei verletzt oder gar getötet wurden. Bleibt es bei einem Blechschaden, wird dies nicht erfasst. Und auch, wer Verursacher eines Unfalls ist, zeigt der interaktive Unfallatlas nicht an.

Der Unfallatlas zeigt präzise an, wo es für Fußgänger, Auto- und Radfahrer in Bremen und Bremerhaven besonders gefährlich ist. Der Stern am Bremer Bürgerpark bleibt einer der Unfallschwerpunkte Bremens, weshalb die Polizei Bremen am kommenden Montag eine präventive Verkehrskontrolle durchführt, um dafür zu sensibilisieren.

Dies sind die Unfall-Hotspots in Bremen und Bremerhaven:

1 Wo werden Autofahrende am häufigsten verletzt?

Luftbild vom Am Stern in Bremen
Ein ewiger Hotspot: der Stern am Bremer Bürgerpark, wo Busse, Laster, Straßenbahnen, Fahrräder und Fußgänger aufeinandertreffen.

Am Stern treffen täglich 30.000 Fahrzeuge auf Radler, Fußgänger und Straßenbahnen. Entsprechend häufig kam es zu Unfällen: 28 verletzte Autofahrer registrierte das Statistische Bundesamt hier 2018. Auch die Kreuzung am Brill bleibt ein gefährlicher Ort für alle, die mit dem Auto unterwegs sind. In Bremen Nord kracht es besonders oft am Schnittpunkt der Bundesstraßen B6 und B74. Die Baustellen auf der Autobahn A1 sorgten für einen weiteren Unfallschwerpunkt an den Auffahrten Brinkum und Arsten. Laut Unfallatlas kam es auf diesem Streckenabschnitt zu 84 Autounfällen, bei denen Personen verletzt wurden. In Bremerhaven kamen viele Autofahrer auf der Hafenstraße vor der Agentur für Arbeit und rund um die Einkaufsmärkte an der Langener Landstraße zu Schaden.

2 Wo sind Fahrradfahrende besonders gefährdet?

Eine Unfallstelle für Radfahrer im Steintor.
Engpass mit Gleisen und Kopfsteinpflaster, vielen Fußgängern und Autoverkehr: Im Bremer Viertel sind Fahrradfahrer multipel gefährdet.

Für Radler gilt: Je näher sie der Innenstadt kommen, desto gefährlicher wird es für sie. Der Stern ist weiterhin einer der gefährlicher Verkehrsknotenpunkte in der Stadt: Hunderte Radfahrende passieren den Kreisel auf ihrem Weg zur Universität oder zum Arbeitsplatz. Bei 25 Unfällen wurden laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2018 Fahrradfahrende verletzt. In der Innenstadt trifft es Radler besonders häufig auf der Bürgermeister-Smidt-Straße und rund um die Wilhelm-Kaisen-Brücke. Im Viertel sind die vielbefahrenen Straßen Vor dem Steintor und der Osterdeich Unfallschwerpunkte. In Bremerhaven sollten sie als Radfahrer auf der Kreuzung Schlachthofstraße und Stresemannstraße, auf der Hafenstraße südlich des Ernst-Reuter-Platzes und rund um die Einkaufsmärkte an der Langener Landstraße aufpassen.

3 Welche Orte sind Unfall-Hotspots für Fußgänger?

Menschen mit Einkaufstaschen in einer Fußgängerzone.
Insbesondere rund um Einkaufs-Center leben Fußgänger gefährlich. Bild: DPA | Hauke-Christian Dittrich

Der Weg zum Einkaufen scheint besonders risikoreich zu sein: Als Fußgänger sollten Sie rund um die Berliner Freiheit aufpassen. Hier sind die Kurt-Schumacher-Allee und Karl-Kautsky-Straße häufige Unfallorte. Dies gilt auch auf der Kirchhuchtinger Landstraße vor dem Roland-Center in Huchting. In Bremerhaven wurden auf der Kreuzung Hafenstraße und Rickmersstraße im vergangenen Jahr sechs Fußgänger bei Unfällen verletzt.

LKW-Unfälle erstmals auch registriert

Im Unfallatlas wurden in diesem Jahr erstmals auch Unfälle mit Lastkraftwagen erfasst. Hier fällt der Nordwestknoten auf der Bundesstraße B6 negativ auf. Immer mehr Güterverkehr rollt in den vergangen Jahren über die Stephanibrücke. Auf der Autobahn A1 wurden an der Anschlussstelle Arsten 19 Unfälle registriert, bei denen LKW-Fahrern verletzt wurden. Insgesamt kam es im Land Bremen 2018 zu mehr Verkehrsunfällen als in den vergangenen Jahren. Häufige Ursache laut Polizei: Ablenkung. Trotz der gestiegenen Unfallzahlen,  starben 2018 weniger Menschen im Verkehr.

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Darum gibt es so viele Lkw-Unfälle auf Bremens Straßen

Ein LKW-Unfall auf der Autobahn.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier beginnt, 21. August 2019, 6:10 Uhr