Strompreis-Analyse: Bremen ist günstigstes Bundesland

Die Strompreise in ganz Deutschland steigen. Die Bremer können sich aber noch glücklich schätzen: Laut einer neuen Analyse ist Strom hier im Ländervergleich am günstigsten.

Steckdose
Seit Jahren steigen die Strompreise in Deutschland – auch in Bremen.

Kurze Tage, lange Nächte – und Albträume, wenn die Stromrechnung im Briefkasten liegt. In ganz Deutschland ist Strom in diesem Jahr wieder teurer geworden. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort, seit 2009 sind die Kosten für eine vierköpfige Familie mit 4000 Kilowattstunden Stromverbrauch im Jahr um insgesamt 32 Prozent gestiegen. Das hat eine Analyse des Vergleichportals Verivox ergeben.

Auch im kommenden Jahr wird der Preis wohl weiter steigen. Denn 2020 wird die EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom als ein wesentlicher Bestandteil des Strompreises um 5,5 Prozent steigen. Das haben die Betreiber der großen Stromnetze jetzt bekanntgegeben.

Strompreise in Bremen am günstigsten

Für Bremen gibt es aber immerhin eine gute Nachricht: Im Vergleich mit anderen Bundesländern ist der Strompreis hier am niedrigsten. 1.109 Euro zahlt die vierköpfige Familie in Bremen im Schnitt pro Jahr. In Hamburg, dem Land mit den höchsten Strompreisen, müsste sie laut Verivox dagegen 1.257 Euro ausgeben.

Für die Analyse hat Verivox die Strompreise der jeweiligen Grundversorger gesammelt. Das sind die Unternehmen, die in der jeweiligen Region die meisten Haushalte beliefern, in Bremen also zum Beispiel die Stadtwerke. Außerdem wurden die Preise von 30 überregionalen Stromanbieter in die Untersuchung aufgenommen.

Autorin

  • Rebecca Küsters

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 17. Oktober 2019, 23:30 Uhr