Fragen & Antworten

Das sollten Sie zum Warnstreik an Bremer Schulen wissen

Am Dienstag sind angestellte Lehrkräfte in Bremen und Bremerhaven zum Streik aufgerufen. Was ist geplant, wo fällt Unterricht aus? Hier die wichtigsten Antworten.

Ein Teilnehmer eines Warnstreiks im öffentlichen Dienst trägt ein Transparent mit der Aufschrift "Heute Warnstreik".
Am Dienstag sollen in Bremen angestellte Lehrer und Sozialpädagogen für mehr Lohn auf die Straße gehen. Bild: DPA | Monika Skolimowska

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat für Dienstag in Bremen einen Warnstreik angekündigt. Angestellte Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Inklusionskräfte in Bremen und Bremerhaven könnten daher ihre Arbeit niederlegen.

Welche Schulen sind vom Streik betroffen?
Bestreikt werden alle Schulen und Schulformen, von der Grund- bis zur weiterführenden Schule. Die GEW rechnet mit etwa 500 Teilnehmern in Bremen. In Bremerhaven gehen die Schätzungen von etwa 80 bis 100 Streikenden aus. Auch pädagogische Fachkräfte für Inklusion sind zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Verbeamtete Lehrer und Lehrerinnen dürfen hingegen nicht in den Streik treten.
Fällt Unterricht aus?
Es ist schwer zu sagen, ob und in welchem Ausmaß Unterrichtsstunden ausfallen werden. Das Bildungsressort rechnet mit Ausfällen und Notdiensten. Ziel der Notdienste ist, die Betreuung der Kinder zu gewährleisten, vor allem an den Grundschulen. Die GEW hat angekündigt, die Allgemeine Berufsbildende Schule am Steffensweg in Walle dicht machen zu wollen. In Bremerhaven dürfte laut Schätzungen der Gewerkschaft insbesondere an der Schule am Ernst-Reuter-Platz Unterricht ausfallen. Eine genaue Prognose sei aber schwierig.
Wo können sich Eltern informieren?
Es gibt keine zentrale Informationsstelle, die Eltern können sich Infos lediglich direkt bei der jeweiligen Schule besorgen. Die Gewerkschaft hat in den vergangenen Tagen Briefe an Eltern, Schulen und Elternbeiräte geschickt.
Was wollen Gewerkschaft und Streikende erreichen?
Momentan werden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst geführt. Die GEW fordert für die Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Gehalt und mindestens 200 Euro mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. 100 Euro mehr im Monat ist das Ziel bei Praktikanten und Auszubildenden.
Welche Veranstaltungen sind geplant?
In Bremen werden am Vormittag Workshops im DGB-Haus für die Teilnehmer organisiert. Um 12:30 Uhr ist eine Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz geplant.

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  • Serena Bilanceri

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Bremen Vier Läuft, 18. Februar 2019, 13:15 Uhr