Hohe Sterberate: Klinikum Oldenburg weist Vorwürfe zurück

  • Sterberate bei Bauchspeicheldrüsen-Operationen von 16 bis 19 Prozent ist laut Klinikleitung nicht ungewöhnlich
  • NDR hatte von Sterberate von mehr als 30 Prozent berichtet
  • Krebsgesellschaft forderte deshalb Konsequenzen
Klinikum Oldenburg von außen
Das Klinikum Oldenburg hat eine erhöhte Sterberate eingeräumt. Bild: dpa | Ingo Wagner

Das Klinikum Oldenburg hat eine erhöhte Sterberate bei Operationen der Bauchspeicheldrüse eingeräumt. Dennoch seien die Zahlen nicht ungewöhnlich, teilte die Kliniklleitung mit. 39 Bauchspeicheldrüsen-Operationen habe es in Oldenburg seit April vergangenen Jahres gegeben, so das Klinikum. Neun der Patienten seien gestorben. Das heißt: fast jeder vierte. Dies sei zwar auffällig, aber nicht außergewöhnlich, meint die Krankenhausleitung. Denn auch andernorts gebe es bei diesem Eingriff häufig Komplikationen.

Die Vorwürfe gegen das Oldenburger Klinikum seien deshalb "nicht haltbar". Der NDR hatte zuvor berichtet, die Sterberate in Oldenburg liege bei über 30 Prozent. Normal sei laut Experten aber nur 16 bis 19 Prozent. Die Deutsche Krebsgesellschaft habe deshalb Konsequenzen gefordert. Das Klinikum solle sein Zertifikat für Pankreas-Operationen zurückgeben. Die Klinikleitung will das Zertifikat bis auf Weiteres ruhen lassen.

Dieses Thema im Programm: Nachrichten, Vier News, 2. Juni 2018, 19 Uhr

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