Nach Stahlkugel-Attacke in Bremen: Haftstrafe für 44-Jährigen

  • Mann hatte in der Vahr mit Schleuder Stahlkugeln auf Menschen geschossen
  • Außerdem hatte er Sprengfallen in seiner Garage installiert
  • Dafür wurde er zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt
Ein Richterhammer liegt im Gericht
Wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen stand der Bremer seit Anfang Februar vor Gericht. Bild: Imago | CTK

Zwei Mal hatte der Mann im August Menschen mit Stahlkugeln aus einer Schleuder beschossen. Das Landgericht hat ihn nun zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Kugeln schoss der Mann vom Balkon seiner Wohnung im Aalto-Hochhaus in der Bremer Vahr ab.

Bei einem Vorfall verfehlte er knapp einen Mann. Die kleinen Stahlkugeln zerstörten das Dach eines Autos in der Nähe. Die Polizei rückte mit großem Aufgebot aus, der Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Wenige Monate zuvor hatte der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft zudem auf ein Pärchen unter seinem Balkon geschossen.

Das Bild zeigt das Aalto Hochhaus aus Bremen-Vahr.
Von seinem Balkon am Aalto-Hochhaus in der Vahr feuerte der 44-Jährige die Stahlkugeln ab.

Bei der folgenden Wohnungsdurchsuchung entdeckte die Polizei laut Anklage Waffen und nicht zugelassene Böller sowie Drogen. Der Angeklagte soll es dabei zudem unterlassen haben, die Polizeibeamten auf von ihm in der Garage installierte Sprengfallen in Form von Wühlmausschussgeräten hinzuweisen. Die Polizei entdeckte jedoch die mit den Sprengfallen verbundenen Stolperdrähte und vermied so ein Auslösen der Sprengfallen. Wegen dieses Vorfalls wurde der Mann nun wegen schwerer Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz verurteilt und nicht wegen der eigentlich angeklagten gefährlichen Körperverletzung,

Der 44 Jahre alte Angeklagte war seit Beginn des Prozesses im Februar in der Psychiatrie im Klinikum Bremen-Ost untergebracht. Zu den Vorwürfen äußerte er sich nicht.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen um sechs, 22. Mai 2019, 18 Uhr