Sonderermittler soll Jugendamt in Bremerhaven überprüfen

  • Der Behörde werden Schikane und Willkür vorgeworfen
  • Einrichtung zu häufig kontrolliert – ohne Zeit für Veränderungen
  • Auch freie Kitas beschweren sich
Von Kindern gebastelte gelbe Sterne hängen vor einem Fenster.

Ein unabhängiger Sonderermittler soll die Vergabepraxis im Bremerhavener Jugendamt untersuchen. Das hat die Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Hintergrund ist der Streit um eine Jugendhilfeeinrichtung und drei Krippen derselben Betreiberin.

Das Rechnungsprüfungsamt hatte in diesem Zusammenhang die Jugendamtsleitung kritisiert. Sie hat die Einrichtung demnach möglicherweise willkürlich behandelt. Die Behörde habe die Einrichtung auffallend häufig kontrolliert – und zwar ohne erkennbaren Grund. Die Einrichtung habe auch zu wenig Zeit bekommen, um auf die Kontrollen zu reagieren, hieß es in dem Bericht. Die Forderung nach einem Sonderermittler hatte die CDU im Sommer erhoben.

Auch die Träger freier Kitas in der Stadt beklagen sich. In einem Brief an Sozialdezernentin Claudia Schilling (SPD), der Radio Bremen vorliegt, fordern sie mehr Transparenz bei den Entscheidungen des Jugendamtes, insbesondere, was die Finanzierung angeht.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 13. Dezember 2017, 19:30 Uhr