Sommerbilanz für Bremen: warm und zu trocken

Im August war es an einigen Tagen zwar tropisch heiß – insgesamt hatten Bremen und Niedersachsen in diesem Sommer aber weniger Sonnenschein als im Bundesdurchschnitt.

Bremer Roland vor blauem Himmel
665 Sonnenstunden gab es von Juni bis August in Bremen. Bild: Radio Bremen | Sophie Labitzke

Zu warm und zu trocken war es in beiden Bundesländern trotzdem, wie aus der vorläufigen Sommerbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervorgeht. Aber mit 625 Sonnenstunden in Niedersachsen und 665 in Bremen schien die Sonne von Juni bis August etwas weniger als in vielen Gebieten Deutschlands. Bundesweit registrierten die Meteorologen eine Sonnenscheindauer von durchschnittlich rund 675 Stunden.

Die Durchschnittstemperatur lag in Bremen von Juni bis August mit 18,4 Grad in etwa im Bundesschnitt (18,2). In Niedersachsen waren es 18,0 Grad. Beide Länder verfehlten das Soll bei der Regenmenge. In Niedersachsen gab es 205 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und Bremen nur 185 Liter. Im bundesweiten Durchschnitt sollten es schon 239 Liter pro Quadratmeter sein. Doch Durchschnittszahlen gelten nun einmal nicht überall. Zum Vergleich: Im Sommer 2019 gab es im Bundesschnitt nur 175 Liter Regen pro Quadratmeter, das waren fast ein Drittel unter dem Soll.

Insgesamt seien hochsommerliche Phasen in den Monaten Juni und Juli in ganz Deutschland eher rar gewesen. Erst im August habe der Hochsommer voll aufgedreht. Die niedrigsten Frühtemperaturen wurden Anfang Juni in Niedersachsen registriert. "Am 1. Juni übermittelte die Station Oberharz am Brocken-Stiege frische 0,5 Grad", wie der DWD mitteilte.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 31. August 2020, 23:30 Uhr