Koranschändung in Bremen: Verdächtiger festgenommen

  • Polizei in Schleswig-Holstein fasst Verdächtigen wegen eines ähnlichen Delikts
  • Im Verhör soll der Jeside auch die Tat in Bremen gestanden haben
  • Im Juni waren in einer Bremer Moschee 50 Koran-Ausgaben zerstört worden
In einer Toilette liegen Bücher und zerissene Bücherseiten.
Der Verdächtige soll 50 Ausgaben des Koran beschädigt und teilweise in eine Toilette gestopft haben. Bild: Schura Bremen

Die Nachricht kam auch für die Bremer Staatsanwaltschaft überraschend: Der Polizei in Schleswig-Holstein ist ein Verdächtiger ins Netz gegangen, der im Verhör die Schändung einer Bremer Moschee eingeräumt haben soll. Im Juni waren in der Moschee in der Bahnhofsvorstadt 50 Ausgaben des Koran zerstört und teilweise in eine Toilette gestopft worden. Laut Frank Passade, Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, steht der Mann im Verdacht weitere ähnliche Taten begangen zu haben.

Die Bremer Staatsanwaltschaft tausche sich jetzt mit ihren Kollegen in Flensburg aus, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Im Moment sähe es so aus, dass die Staatsanwaltschaft in Flensburg die Ermittlungen übernehmen könnte, sagte Passade.

Der Verdächtige sei Jeside und wurde 1985 geboren. 2015 war er als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Laut Staatsanwaltschaft wohnt er in Schleswig-Holstein. Dass er in Bremen war, könnte laut Passade Zufall gewesen sein.

Sachbeschädigung in Bremer Moschee

Gemeindevorstitzender der geschädigten Moschee Sammy Baah-Asiedu im Interview

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. September 2019, 19:30 Uhr