OHB trotz Corona-Krise zufrieden mit erstem Halbjahr

  • Trotz leichter Einbußen komme der Konzern gut durch die Krise
  • Kürzlich abgeschlossener 445-Millionen-Euro-Deal gibt Aufwind
  • Probleme in der Raketensparte machen allerdings Jobabbau bei Tochterfirma nötig
Eine Mitarbeiterin von OHB in der gläsernen Manufaktur (Archivbild)
Ende Juli hat OHB einen Multimillionen-Auftrag der Europäischen Raumfahrtagentur ESA an Land gezogen. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB glaubt, gut durch die Corona-Krise zu kommen. In den ersten sechs Monaten von 2020 hat die Firma aber mit knapp 400 Millionen Euro etwas weniger umgesetzt als noch im Vorjahr. Auch der Halbjahresgewinn ist dementsprechend zurückgegangen.

Vor allem im Bereich "Raumfahrtsysteme" verdient OHB weiter Geld. Gerade erst hat das Bremer Unternehmen einen 445-Millionen-Euro-Vertrag mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA unterzeichnet. OHB soll dafür das Copernicus-Programm zur globalen Überwachung des CO2-Ausstoßes durch Satelliten managen.

Jobabbau bei Tochterfirma MT Aerospace

Probleme gibt’s dagegen in der Raketensparte: Weil erstmal nicht so viele Ariane-6-Raketen gebaut werden wie geplant, muss die Augsburger OHB-Tochter MT Aerospace wohl Jobs abbauen, weil der Zulieferer nicht ausgelastet ist. Insgesamt aber glaubt der OHB-Vorstand, dass die Raumfahrtbranche trotz der Corona-Pandemie "krisenfest" ist. Aufträge könnten sich zwar verzögern, aber komplett wegfallen würden sie nicht, heißt es zuversichtlich im Halbjahresbericht. Die OHB-Hauptversammlung hatte allerdings beschlossen, den Aktionären für das vergangene Jahr erstmals keine Dividende zu gewähren. So soll die Firma flüssig bleiben.

So mischt das Bremer Familienunternehmen OHB im Weltall-Business mit

Video vom 4. August 2020
Luftbild: Das Firmengebäude von OHB in Bremen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. August 2020, 13 Uhr