Pläne für weitere Kita-Öffnung in Bremen werden konkreter

  • Bildungsbehörde schlägt 20 Stunden Regelbetrieb pro Woche vor
  • Grundschulen sollen ab 22. Juni weiter geöffnet werden
  • Senat will nächste Woche Entscheidung treffen
Eine Frau spielt in einem Sandkasten mit einem Kind. Im Hintergrund sind weitere Kinder zu sehen.
Ab 15. Juni sollen wieder alle Kita-Kinder im Regelbetrieb betreut werden. Geplant ist offenbar ein Angebot von 20 Stunden pro Woche. Bild: DPA | Arne Dedert

Die Bremer Bildungsbehörde plant die Betreuung in den Kitas auszuweiten. Wie die Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) auf der Sitzung der Bildungsdeputation am Mittwochabend verkündete, sollen die Kitas ab 15. Juni wöchentlich mindestens 20 Stunden Regelbetrieb anbieten.

Nach Angaben der Gewerkschaft Wissenschaft und Bildung (GEW) plant die Behörde außerdem, dass Grundschulen ab 22. Juni mindestens vier mal vier Stunden wöchentlich ganze Klassenverbände unterrichten. Ob das tatsächlich so kommt, ist noch nicht klar.

Die Sprecherin der Bildungsbehörde, Annette Kemp, verwies auf Nachfrage auf die Sitzung des Bremer Senats am kommenden Dienstag: "Unter Berücksichtigung des bisherigen Infektionsgeschehens, der Personal- und Raumsituation wurden die Präsenzangebote in Grundschulen bereits in den vergangenen Wochen weiterentwickelt und ausgeweitet mit dem Ziel, ab dem 15. Juni 2020 an allen Grundschulen jeweils die Hälfte der Schülerinnen und Schüler in wechselnden Schichten in Schule zu haben", so Kemp. Wie es danach weitergehen wird, will der Senat erst nächste Woche entscheiden.

GEW fordert Schutz von Lehrern und Betreuern

Die Landesvorstandssprecherin der Bremer GEW, Barbara Schüll, fordert, dass der Schutz der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Erzieherinnen und Erzieher bei der weiteren Öffnung der Kitas und Schulen an erster Stelle stehen müsse. So fordert Schüll etwa, dass in den Klassenzimmern Plexiglaswände, ähnlich wie an Einzelhandelskassen, aufgestellt werden, um die Lehrer zu schützen. Laut Schüll beschäftigt sich die Bildungsbehörde mit derlei Überlegungen.

Die Gewerkschaftssprecherin fordert auch, dass die Betreuungskräfte dabei nicht vergessen werden dürfen. Diese seien im engen Austausch mit wechselnden Schülern und dadurch einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt.

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Video vom 3. Juni 2020
Ein Mädchen und ein Junge spielen Tischtennis.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 4. Juni 2020, 23:30 Uhr