Högel-Prozess: Schwere Vorwürfe gegen Klinikum Oldenburg

  • Ehemaliger Kollege Högels fühlte sich von Klinik unter Druck gesetzt
  • Klinik wollte ihm bei Zeugenaussagen Anwalt zur Seite stellen
  • Er hatte 2014 die Ermittlungen ins Laufen gebracht
Der ehemalige Krankenpfleger Niels Högel
Im Prozess gegen den Ex-Krankenpfleger sagte ein ehemaliger Kollege von Niels Högel aus.

Ein Zeuge hat im Mordprozess gegen den Ex-Pfleger schwere Vorwürfe gegen das Klinikum Oldenburg erhoben. Die Klinik hätte dem ehemaligen Kollegen Niels Högels einen Anwalt stellen wollen, der seine Angaben vor Behörden kontrollieren sollte. Der Zeuge habe aber abgelehnt. Das sagte er vor dem Landgericht Oldenburg.

Nachdem der Zeuge eine Erklärung im Landtag vorgelesen hatte, habe ihn der Anwalt der Klinik angerufen und wissen wollen, warum er die Aussagen vorher nicht mit ihm abgesprochen hatte. Dies habe der Zeuge als Vorwurf verstanden.

Der ehemalige Kollege Högels hat die Ermittlungen um die Todesfälle im Klinikum Oldenburg angeschoben, als er 2014 zur Polizei ging. Die Staatsanwaltschaft wirft Niels Högel Mord an 100 Patienten in den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst vor.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 22. Januar 2019, 12 Uhr